Beisetzung am Freitag in Rom
Papst im Petersdom aufgebahrt

Papst Johannes Paul II. ist am Montag im Petersdom des Vatikans aufgebahrt worden, wo bis zu seiner Beisetzung die Gläubigen von dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Abschied nehmen können. Bis zu zwei Millionen Pilger und Trauergäste werden in Rom erwartet, so viele wie noch nie in der Geschichte des Vatikans.

HB ROM. Johannes Paul II. wird am Freitag in der Grotte des Petersdoms neben dem Grab des Apostels Petrus beigesetzt. Zu den Trauerfeiern und für die „Zeit zwischen den Päpsten“ werden in Rom mehrere Mill. Gläubige erwartet. Zur Beisetzung wollen 200 Staatsoberhäupter, Regierungschefs und andere hohe Persönlichkeiten aus Politik und Religion anreisen. An der Trauerzeremonie nehmen neben US-Präsident George W. Bush und UN-Generalsekretär Kofi Annan auch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Gerhard Schröder teil.

Am zweiten Tag nach dem Tod des Kirchenoberhauptes war die Kardinalskongregation zusammengekommen, um den Termin der Beisetzung festzusetzen und das päpstliche Siegel zu zerstören. Dieses Ritual ist vom Kirchenrecht vorgesehen, damit niemand päpstliche Dokumente fälschen kann. Offen blieb, ob der Papst ein Testament hinterlassen hat. Der Termin für den Beginn der Papstwahl wurde zunächst noch nicht entschieden. Nach Kirchenrecht muss das Konklave frühestens 15 und spätestens 20 Tage nach dem Papsttod beginnen - das ist der Zeitraum zwischen dem 17. und dem 22. April. Die Kardinäle treffen sich in den kommenden Tagen zu weiteren Sitzungen.

Johannes Paul II. wird nach einer Totenmesse am Freitag in den Grotten unter dem Petersdom bestattet. Er soll seine letzte Ruhestätte am ehemaligen Platz von Johannes XXIII. finden, wie Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls mitteilte. Diese Grabstätte ist ein besonderer Platz, da sie sich in der Nähe des Grabes von Petrus befindet. Dieser wird als der erste Bischof von Rom angesehen, die Päpste sehen sich in seiner Nachfolge. Der einbalsamierte Leichnam von Johannes XXIII. war 2001 aus seinem Sarg in den Grotten genommen worden und ruht seitdem mumifiziert in einem gläsernen Sarg in der Basilika.

Damit sind auch Spekulationen beendet, dass der polnische Papst in seiner Heimat beerdigt werden könnte. „Uns ist kein Wunsch des Heiligen Vaters bekannt, in Polen beigesetzt zu werden“, sagte der Sprecher. Die Beisetzungsfeierlichkeiten leitet der deutsche Kurienkardinal Joseph Ratzinger.

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