Benedikt XVI. in Bayern
Sicherheitsstufe eins für den Papst

Gullideckel werden versiegelt, Straßen gesperrt und Flugzeuge umgeleitet. Papierkörbe, Pflanzentröge und stumme Zeitungsverkäufer – alles, was entlang der Papst-Route als Versteck von Bomben dienen könnte, wird vorsichtshalber beiseite geschafft.

HB MÜNCHEN. Autos müssen anderswo parken und werden notfalls abgeschleppt. Vergleichbare Sicherheitsvorkehrungen gab es in München zuletzt beim Weltwirtschaftsgipfel 1992 mit dem damaligen US-Präsidenten George Bush senior.

Die versuchten Terroranschläge von Köln ändern an den Planungen für den Besuch von Benedikt XVI. vom 9. bis 14. September nichts. „Wir müssen nichts nachsteuern. Wir haben ein Gesamtkonzept, in das terroristische Szenarien so wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft natürlich eingearbeitet sind“, sagt der Sprecher des bayerischen Innenministeriums, Michael Ziegler.

Besondere Gefahr seitens islamistischer Gruppen drohen nach Experteneinschätzung nicht - der Papst gilt als Oberhaupt einer vom Islam anerkannten Religionsgemeinschaft. „In der islamistischen Szene in Bayern ist der Papst kein besonderes Hassobjekt.“

Jeweils rund 5000 Polizeibeamte werden in München und in Regensburg im Einsatz sein. Allein in München werden eigens mehrere Hundertschaften aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt sowie von der Bundespolizei anreisen, um ihre Kollegen zu unterstützen.

„Es geht nicht nur um die Sicherheit des Papstes, es geht auch um die Sicherheit der Menschen“, sagt der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München, Winfried Röhmel. Zu den beiden Messen unter freiem Himmel in München und Regensburg als Höhepunkte des Papst-Besuches kommt nur, wer eine Zugangskarte hat.

„Man muss sich darauf gefasst machen, dass es so ähnlich ist wie auf den Fanmeilen bei der Fußball-WM und dass bestimmte Gegenstände nicht mitgenommen werden können.“ Ausschreitungen seien anders als beim Fußball nicht zu befürchten. „Die Motivation, dahin zu gehen, ist eine andere.“

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