Benedikt XVI. kommt nach Deutschland
Päpstliche Visiten

Alle Zeichen stehen in Deutschland auf Papst. Rund 25 000 Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten stehen bereit um während seines Besuchs am 9. und 10. September in München für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Und auch Angela Merkel war am Montag zu Privataudienz in der päpstlichen Sommerresidenz.

HB MÜNCHEN. Es werde alles getan, um die Sicherheit des Papstes und der Besucher in München zu gewährleisten, berichtete die Polizei am Montag in München. Zwar gebe es derzeit keine Erkenntnisse über eine Gefährdung von Benedikt XVI. „Aktionen von irrational handelnden Einzeltätern sind aber nicht ausgeschlossen“, sagte Polizeidirektor Jürgen Garbe vom Präsidium Oberbayern. Das Kirchenoberhaupt wird vom 9. bis 14. September seine bayerische Heimat besuchen.

Knapp zwei Wochen vor seiner Reise nach Bayern hat Papst Benedikt XVI. am Montag erstmals Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Privataudienz empfangen. Der Antrittsbesuch der Protestantin Merkel beim römisch-katholischen Kirchenoberhaupt in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo dauerte fast eine Stunde. Thema sei in erster Linie der Heimatbesuch des Papstes vom 9. bis 14. September gewesen, betonte die in einen schwarzen Hosenanzug gekleidete Kanzlerin anschließend vor Journalisten: „Wir freuen uns alle auf den Deutschlandbesuch des Heiligen Vaters.“

Besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten für die Fahrt mit dem Papamobil durch die Münchner Innenstadt. Dort dürfen bereits Tage vor dem Besuch nicht einmal mehr Fahrräder stehen. „Es wird alles entfernt, was potenziell gefährlich sein könnte“, sagte Garbe. Wer den Papst aus der Nähe sehen möchte, darf weder Kinderwagen noch Stühle oder Hocker mitbringen. Nur so könne der Massenandrang sicher bewältigt werden. „Uns ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen den Heiligen Vater sehen können“, sagte Domkapitular Wolfgang Huber.

Um ein Verkehrschaos am Tag der Papst-Messe in München am 10. September zu verhindern, sollten sich Pilger so früh wie möglich auf die Reise machen. Die ersten Züge fahren bereits um 3.00 Uhr nachts los. Besonders starken Andrang erwartet die Deutsche Bahn aus Oberbayern und Schwaben. Im Stadtgebiet werden fast 500 zusätzliche S-Bahnen die Reisenden zum Messegelände bringen, wo Papst Benedikt XVI. um 10.00 Uhr den Gottesdienst hält.

Beim Blick in die Menge soll der Papst in ein Meer aus Farben schauen. 300 000 Tücher in Weiß und Gelb, den Farben des Vatikans, und in den bayerischen Landesfarben Weiß und Blau werden an die Besucher verteilt. Auf den Tüchern sind die Türme der Münchner Frauenkirche und der Bär des heiligen Korbinian aus dem Stadtwappen der Bischofsstadt Freising dargestellt. Den Korbiniansbären habe Benedikt XVI. in besonderer Verbundenheit mit seiner Heimat auch in das Papstwappen aufgenommen, erläuterte ein Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats München.

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