Bereits hunderte Menschen wurden verhört
Erste Verhaftungen nach Anschlägen von Mumbai

Nach der Anschlagsserie auf Pendlerzüge im indischen Mumbai (ehemals Bombay) sind erstmals drei Verdächtige verhaftet worden.

HB MUMBAI. Sie sollten noch am Freitag einem Richter vorgeführt werden, hieß es in Medienberichten. Bei den Verhafteten handele es sich um Moslems, sagte ein Polizeisprecher, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ihnen werden zur Last gelegt, an der Planung der Anschläge vor eineinhalb Wochen beteiligt gewesen zu sein. Bei der Detonation von sieben Sprengsätzen in der Finanzmetropole Mumbai, das auch als Mumbai bekannt ist, waren mehr als 180 Menschen getötet worden. Unklar war zunächst, wann die Verhaftungen erfolgten.

Nach den Anschlägen hatte die Polizei bereits hunderte Menschen verhört, die meisten von ihnen Moslems. Danach wurden elf Verdächtige in Gewahrsam genommen. Ob darunter auch die drei Personen waren, gegen die nun Haftbefehl erlassen wurde, war zunächst nicht bekannt.

Indische Behörden vermuten, dass hinter den Anschlägen indische Moslems stecken, möglicherweise Mitglieder der verbotenen Islamischen Studentenbewegung Indiens (SIMI). Auch von Pakistan aus agierende Extremisten gerieten in Verdacht, darunter die militante Gruppe Lashkar-e-Taiba.

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