Bereits Vögel verendet
Gefährliches Vogelgrippe-Virus auch in Russland gefunden

Das für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1 ist einem Zeitungsbericht zufolge auch in Russland entdeckt worden. Die Zeitung „Kommersant“ schrieb am Samstag unter Berufung auf den staatlichen Veterinärdienst, Experten hätten das Virus in Vögeln nachgewiesen, die in Sibirien erkrankt und verendet waren.

HB MOSKAU. Russische Behörden hatten zunächst von der Vogelgrippe-Variante H5N2 gesprochen, die für den Menschen nicht gefährlich ist. Von offizieller Seite war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Vor rund einer Woche war bekannt geworden, dass in der Region um Nowossibirsk zahlreiche Vögel an der in Asien grassierenden Vogelgrippe erkrankt waren. Mittlerweile sind etwa 1300 Farm-Vögel gestorben.

Der stellvertretende Gouverneur der Region, Alexej Bespalikow, sagte der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass, die Situation sei unter Kontrolle. „Die Zahl der toten Vögel auf den Farmen steigt praktisch nicht mehr.“ Der Agentur zufolge stehen vier Bezirke in der Region unter Quarantäne. Nach Ansicht russischer Epidemiologen könnten Vögel aus Asien, die in den Sommermonaten nach Sibirien fliegen, das Virus importiert haben. Das Virus H5N1 ist für den Menschen lebensgefährlich, muss aber nicht in jedem Fall zum Tod führen. Seit Ende 2003 sind in Asien mehr als 50 Menschen daran gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fürchtet, dass der Erreger mutieren und dann von Mensch zu Mensch übertragbar sein könnte.

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