Bergwacht: Kaum noch Hoffnung
„Ötzi“-Entdecker in den Alpen verschwunden

Helmut Simon (63), der in Nürnberg lebende Entdecker des Gletscher-Mannes „Ötzi“, wird seit drei Tagen selbst in den österreichischen Alpen vermisst.

HB SALZRBURG. Wie ein Sprecher des Landes-Gendarmeriekommandos Salzburg am Montag mitteilte, war Simon am 15. Oktober zu einer Tour im Gebiet des Gamskarkogel aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. „Wir haben seit drei Tagen nach ihm gesucht und noch keine Spur gefunden“, meinte der Sprecher. Wie die Suche an diesem Montag weiter gehe, könne er noch nicht sagen.

Den Behörden zufolge fiel am Wochenende in der Region ein halber Meter Neuschnee, so dass zu befürchten sei, dass Simon nicht überlebt haben könnte. Am späten Sonntagabend sei die Rettungsaktion wegen Lawinengefahr abgebrochen worden.

Wie ein Sprecher der Bergwacht in Hofgastein am Montag mitteilte, gibt es kaum noch Hoffnung, dass der 63-Jährige lebend geborgen werden kann. In den vergangenen Tagen sei in den höheren Lagen des Gamskarkogel etwa ein halber Meter Neuschnee gefallen. Dadurch herrsche in dem Gebiet Lawinengefahr. Außerdem lägen die Temperaturen dort seit Tagen unter dem Gefrierpunkt.

Simon und seine Frau hatten die 5 000 Jahre in einem Gletscher liegende, mumifizierte Leiche im Herbst 1991 beim Abstieg vom Gipfel des Similauns in Südtirol entdeckt. Sie wird inzwischen nach ihrem Fundort im Ötztal nur „Ötzi“ genannt. Die Mumie war erst durch das Abtauen des Gletschers wieder ans Tageslicht gekommen.

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