Bergwerkunglück
22 Bergleute in sibirischer Goldmine eingeschlossen

Die Uhr tickt: In dem russischen Bergwerk „Darassun“ wütet ein Feuer, elf Bergleute sind bereits ums Leben gekommen. Die anderen Arbeiter sind in der Mine eingeschlossen. Noch besteht Hoffnung auf ihre Rettung.

HB MOSKAU Die Rettungsarbeiten werden vor allem durch das Feuer selbst erschwert, wie ein Sprecher des Kathastrophenschutzes mitteilte: Dichter Rauch, giftige Gase und hohe Temperaturen blockierten die Fluchtwege. Viele der Einsatzkräfte, die über die Nacht versuchten, zu den Arbeitern vorzustoßen, hätten Rauchvergiftungen erlitten, 15 von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Nach Medienberichten sind die Minenarbeiter mit Atmungsgeräten ausgerüstet, mit denen sie einige Stunden unter Tage ausharren könnten. Zudem führten Rettungskräfte Frischluft in die Schäfte, was die Überlebenschancen verbessere. Gleichzeitig nähre die Luft aber das Feuer.

Experten berichteten von katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Goldmine bei Tungokotschen, die der russisch-britischen Gesellschaft Highland Gold Mining gehört. „Das Bergwerk ist über 100 Jahre alt. Die Belüftungsanlage ist veraltet und funktioniert praktisch nicht mehr“, zitierte die Agentur Itar-Tass einen Informanten des Ministeriums für Zivilschutz. Zunächst waren 64 Arbeiter unter Tage eingeschlossen. 33 von ihnen konnten aus eigener Kraft an die Erdoberfläche gelangen.

Das Feuer war am Donnerstag nach offiziellen Angaben bei Schweißarbeiten in einer Tiefe von rund 100 Metern ausgebrochen. Wie der Sprecher mitteilte, versuchten Helfer nun, die gefundenen Leichen an die Oberfläche zu schaffen. Die Mine mit dem Namen „Darassun“ befindet sich in der Region Tschita, 4 700 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau. Die Moskauer Umweltaufsichtsbehörde kündigte eine Untersuchung des Unternehmens an.

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