Berlin
Anwohner müssen Rudi-Dutschke-Straße hinnehmen

Die Berliner Kochstraße darf in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden. Das Verwaltungsgericht der Stadt wies eine Klage von Anwohnern ab. Damit würde künftig die Rudi-Dutschke-Straße direkt an die Axel-Springer-Straße grenzen.

HB BERLIN. Die Namensänderung eines Teils der Straße im Bezirk Kreuzberg sei nicht willkürlich und verletze keine Grundrechte der Anlieger, entschieden die Richter am Mittwoch. Die Klägergemeinschaft, zu der auch das Verlagshaus Axel Springer gehört, hielt die Benennung nach dem früheren Studentenführer Rudi Dutschke für rechtswidrig. Sie will eigenen Angaben zufolge Berufung gegen das Urteil einlegen.

Die Umbenennung der Straße war im August 2005 vom Bezirksparlament beschlossen worden. Anfang dieses Jahres stimmte bei einem Bürgerentscheid die Mehrheit der Befragten dafür. Dutschke war in den sechziger Jahren der führende Kopf der Studentenbewegung, deren Proteste sich auch gegen den Axel-Springer- Verlag richteten. Im April 1968 wurde er niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Im Dezember 1979 ertrank er im dänischen Aarhus - vermutlich an den Folgen seiner Kopfverletzung - in einer Badewanne. Er hinterließ drei Kinder.

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