Beschimpfungen in sozialen Netzwerken
Der digitale Hass

Über soziale Netzwerke wie Facebook verbreiten sich Meinungen und Bilder rasend schnell – und manchmal auch üble Beleidigungen. Vor allem rassistische Kommentare sind im Netz ein großes Problem.
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BerlinEin Platz im Scheinwerferlicht kann auch zum Schauplatz fieser Beschimpfungen werden - zumindest in Zeiten sozialer Medien. Erfahren musste das jüngst „Germany's next Topmodel“-Kandidatin Aminata. Die dunkelhäutige Schülerin wurde auf Facebook rassistisch beleidigt.

So sehr, dass sich der Sender zu einem Statement aufgefordert sah – ebenfalls auf seiner Facebook-Seite. „Das können wir nicht dulden! Das wollen wir nicht dulden!“ schrieb ProSieben, dazu ein großes Stoppschild. Der Fall wirft ein Schlaglicht darauf, wie schwierig es für Medien und andere Unternehmen sein kann, sich in sozialen Netzen zu bewegen und gleichzeitig deren Auswüchsen zu begegnen.

In den Kommentarspalten des Internets herrscht die große Ungleichheit. Wer eine professionelle Facebook-Seite einrichtet, stellt in der Regel auch ein Team auf, das sie verwaltet – und auf die Umgangsformen achtet. Diesen Moderatoren, die sich Community Manager nennen, stehen allerdings tausende potenzielle Kommentatoren gegenüber.

Im Prinzip ist ihre Beteiligung gewollt, denn sie stärkt die Bindung an Leser, Zuschauer und Kunden. Informationen und Meinungen fließen nicht mehr wie früher nur in eine, sondern in beide Richtungen. Im besten Fall verbessert das ein Produkt. Im schlechtesten Fall zieht es anonyme Pöbler an.

Es habe auch schon zuvor einzelne rassistische Anfeindungen gegeben, sagt ProSieben-Sprecher Christoph Körfer - diese seien auch gelöscht worden. Später hätten die Beschimpfungen aber ein neues Maß erreicht. Der Sender habe sich daher zu der öffentlichen Reaktion entschlossen.

Auch bei RTL II ist das Phänomen bekannt. Das werktägliche Format „Berlin - Tag und Nacht“ ist auf Facebook so erfolgreich wie kaum ein anderes TV-Format. Fast 3,2 Millionen Fans verfolgen das Leben der fiktiven Charaktere im Netz - meist völlig friedlich.

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„Kein luftleerer Raum“

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