HB BERLIN. Ab Beginn des nächsten Jahres könne es sarglose Bestattungen geben, allerdings nur auf Friedhöfen mit einem muslimischen Grabfeld. Das sind bislang die Friedhöfe in Gatow und in Kreuzberg am Columbiadamm.
Mit der Gesetzesänderung will der Senat dem Wunsch vieler Muslime Rechnung tragen, ihre Angehörigen nach den Vorschriften des Korans zu beerdigen. Sie schreiben vor, den Leichnam zu waschen, in Leinentücher zu hüllen und mit dem Kopf in Richtung Mekka zu bestatten. Grabschmuck ist nicht erlaubt.
Die Zahl solcher Bestattungen werde in Berlin in den nächsten Jahren "dramatisch" zunehmen, sagte Piening. Denn die erste Einwanderergeneration sei in die Jahre gekommen.
Bedenken von Berliner Bestattungsunternehmen gegen die Neuregelung bezeichnete der Integrationsbeauftragte als unbegründet. Hier gehe es um wirtschaftliche Interessen: "Offensichtlich ist es so, dass eine Bestattung im Sarg eine höhere Gewinnmarge abwirft als eine Bestattung ohne Sarg.
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