Besuch von Benedikt XVI. kann nach Ansicht von Beobachtern entscheidend für sein weiteres Pontifikat sein
Kreuz zerbrochen, Papst-Stuhl wackelt

Mit Begeisterung ist Papst Benedikt XVI. zum Auftakt seines historischen Besuchs in Deutschland empfangen worden. Joseph Ratzinger landete am Donnerstag um 11.54 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flughafen Köln-Bonn. Doch bereits kurz nach der umjubelten Ankunft des Papstes, für den nach Ansicht von Beobachtern der Besuch entscheidend für sein weiteres Pontifikat sein könnte, gab es auch erste Pannen.

HB KÖLN. Das symbolträchtige, mehrere Meter große Holzkreuz des Weltjugendtags wurde beim Versuch, es am Bug des Papst-Schiffes zu befestigen, umgeweht und beschädigt. Ein Augenzeuge berichtete, das Kreuz sei zerbrochen. Eine Windböe habe es erfasst und zu Boden geschleudert. Dabei sei ein Arm abgebrochen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Boot, mit dem der Papst am Nachmittag auf dem Rhein fuhr. Die Organisatoren bemühten sich, den Schaden umgehend zu beheben.

Das Weltjugendtagskreuz wurde auf Wunsch des Papstes 1983 zum „Heiligen Jahr der Erlösung“ auf dem Petersplatz errichtet und anschließend durch ihn der Jugend der Welt anvertraut. Damit begann seine Pilgerreise durch alle Kontinente. 1984 wurde es von der Jugend nach Lourdes getragen und 1985 nach Prag gebracht. Auf diese bedeutenden Jugendtreffen folgte der erste Weltjugendtag 1986 in Rom, der die Tradition der regelmäßigen Treffen begründete. Das schlichte Holzkreuz soll zeigen, dass Jugendliche mit dem Kreuz gehen und dieses Symbol für die Liebe Gottes in alle Welt hinaustragen.

Außerdem musste der Stuhl des Papstes ausgetauscht werden. So saß der Pontifex schließlich auf einem aus einem Luxushotel geliehenen Sessel. Der extra für den Besuch von Benedikt XVI. bestellte Stuhl gefiel nicht und wackelte obendrein. Der Stabschef des Weltjugendtages lieh sich kurzerhand einen bei Hochzeiten sehr beliebten, luxuriösen Sessel mit hoher Rückenlehne, der einem Thron ähnelt, teilte eine Hotel-Sprecherin mit.

Zuvor war der Papst bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flughafen Köln-Bonn eingetroffen. In seiner ersten Ansprache auf deutschem Boden dankte das 78-jährige Kirchenoberhaupt Gott für die Fügung, dass seine erste Auslandsreise ihn zum XX. Weltjugendtag in seine Heimat führe. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte noch zu dem Treffen eingeladen. Benedikt XVI. rühmte die Tradition der Weltoffenheit und Solidarität der Deutschen insbesondere zu Gunsten der Dritten Welt. Der Papst rief dazu auf, auch in Zukunft zu einer gerechten und solidarischen Welt beizutragen. Er bete für die Zukunft des Landes. „Gott schütze die Bundesrepublik Deutschland!“

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