Betroffene Länder
Vogelgrippe-Fälle in Europa

Die auch für Menschen lebensbedrohliche Variante H5N1 der Vogelgrippe hat Deutschland erreicht. Seit seiner Ausbreitung von Asien bis nach Europa hat der Erreger mindestens 91 Menschen getötet. Sehen Sie hier, welche europäischen Länder in welcher Form von der Vogelgrippe betroffen sind und welche Schutzmaßnahmen sie im Kampf gegen den Virus getroffen haben.

Deutschland: In Schnelltests wird die für Menschen bedrohliche Variante am 14. Februar in zwei von vier toten Schwänen auf der Ostsee-Insel Rügen entdeckt. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer zieht darauf die Stallpflicht für Geflügel vor. Sie gilt bundesweit ab Freitag (17. Februar) und auf Rügen sofort. Geflügelmärkte werden verboten. Zudem sollen Schwäne stärker beobachtet und auf den Vogelgrippe-Erreger hin untersucht werden. Die Tiere gelten als besonders anfällig und werden daher als eine Art Frühindikator für die Ausbreitung der Krankheit gesehen.

Österreich: Im Grenzgebiet zu Slowenien weisen österreichische Experten den H5N1-Erreger ebenfalls am 14. Februar in zwei toten Schwänen nach. Ein EU-Labor in London soll Verdacht überprüfen. Das Gesundheitsministerium in Wien ordnet eine weiträumige Absperrung des Gebietes an, in dem die Schwäne verendeten. In der Region ist der Handel mit Geflügel bis auf weiteres untersagt. Auch die Jagd auf Wildvögel wird verboten.

Slowenien: Auch hier wird in toten Schwänen die Vogelgrippe nachgewiesen. Es besteht der Verdacht, dass die Tiere ebenfalls an H5N1 verendeten. Die Schwäne wurden Ende vergangener Woche weniger als zehn Kilometer von der nördlichen Grenze zu Österreich entfernt gefunden. Die anschließend eingerichtete Schutzzone reicht über die Grenze hinweg.

Italien: Auf Sizilien und dem südlichen Festland finden Experten am Wochenende in sechs toten Schwänen den H5N1-Erreger. Die Nachfrage nach Geflügelfleisch bricht daraufhin um 50 Prozent ein.

Griechenland: Auf der Insel Skyros in der Ägäis weisen Veterinäre am Montag den H5N1-Virus in einer toten Wildgans nach. Zwei Tage zuvor waren drei verendete Schwäne am Thermaischen Golf südlich von Thessaloniki auf den gefährlichen Virusstamm positiv getestet worden. Die Nachfrage nach Geflügelfleisch bricht daraufhin um 95 Prozent ein. Zudem werden zwei Griechen vorübergehend wegen des Verdachts auf Vogelgrippe unter Quarantäne gestellt.

Bulgarien: Das osteuropäische Land berichtet am vergangenen Samstag, dass der H5N1-Erreger bei einem toten Schwan in einem Feuchtgebiet nahe der südlichen Grenze zu Rumänien festgestellt worden sei.

Rumänien: Im rumänischen Donau-Delta werden weitere Fälle von Vogelgrippe bestätigt. In dem größten Feuchtgebiet Europas waren bereits im Oktober Tiere an dem Erreger verendet. Die Region liegt auf einer der Hauptrouten von Zugvögeln.

Ukraine: Behörden geben vergangenen Monat den erneuten Ausbruch der Vogelgrippe bei wild lebenden Vögeln auf der Krim bekannt, die am Schwarzen Meer dem Donau-Delta gegenüberliegt. Mehr als 200 000 Tiere wurden getötet, seit der H5N1-Virus im vergangenen Jahr in einem Dutzend Dörfern im Nordwesten der Krim entdeckt worden war.

Türkei: Die WHO hat bislang zwölf Fälle von mit H5N1 infizierten Türken bestätigt, darunter vier Tote. Bei Tieren war die Vogelgrippe zuerst im Oktober nachgewiesen worden.

Russland: Präsident Wladimir Putin weist die russische Regierung im Januar an, Maßnahmen zu ergreifen, um einen erneuten Ausbruch der Vogelgrippe zu verhindern. Seit Juli kämpft Russland mit der Tierseuche. Mehr als 600 000 Tiere werden gekeult. Bisher ist kein Fall bekannt, in dem sich ein Mensch angesteckt hat.

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