Bevölkerung kaum sensibilisiert für Aids-Gefahr
Regierung fürchtet mehr Aids-Fälle in Deutschland

Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Aids-Fälle wieder an. Die Regierung fürchtet eine Trendwende.

HB BERLIN. Die Regierung fürchtet eine deutliche Ausweitung der HIV-Infektionen in Deutschland. Dies geht aus einem Bericht des Sozialministeriums an den Gesundheitsausschuss des Bundestags hervor, berichtet der «Focus». Hintergrund sind die zahlreichen Aids-Fälle in Osteuropa, wo bereits 1,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert sind. Am stärksten betroffen von der ungebremsten Ausbreitung sei mittelfristig Deutschland, heißt es in dem Bericht. Wegen der zunehmenden Prostitution werde die heterosexuelle Übertragung in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Im Jahr 2004 haben sich in Deutschland etwa 2000 Menschen in Deutschland erstmals mit dem HI-Virus infiziert – über 500 mehr als im Jahr 2001. Der Aids-Experte im Robert-Koch-Institut, Osamah Hamouda, betonte: «Im Bewusstsein der Bevölkerung hat das HI-Virus an Bedrohlichkeit verloren.» Dies sei ein gefährlicher Trend.

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