Bewährungsstrafe kommt nicht in Frage
TV-Moderator Türck wegen Vergewaltigung angeklagt

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat gegen den Fernsehmoderator Andreas Türck Anklage wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der Körperverletzung erhoben. Dem Moderator drohen zwischen zwei und 15 Jahren Haft.

HB FRANKFURT. Türck werde vorgeworfen, sich im August 2002 an einer 26-jährige Frau in Frankfurt vergangen zu haben, sagte Behördensprecher Rainer Schilling am Donnerstag vor Journalisten in Frankfurt. Nach Angaben des zuständigen Staatsanwaltes Werner Gröschel drohen Türck zwischen zwei und 15 Jahre Haft. Eine Bewährungsstrafe komme in diesem Fall nicht in Frage. Der Fernsehsender ProSieben erklärte nach der Anklageerhebung, man habe sich von dem 35-Jährigen getrennt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Türck Ende August 2002 nach dem Besuch einer Diskothek mit drei Bekannten in seinem Auto unterwegs. Bei einem Zwischenstopp seien alle vier ausgestiegen, und Türck habe sich mit der 26-Jährigen von den anderen entfernt. Mit Gewalt habe er sich dann ihr vergangen. Die Staatsanwaltschaft sei bei anderen Ermittlungen auf die Tat gestoßen und habe sie dann weiterverfolgt, sagte Gröschel.

Türcks Rechtsanwalt Franz Dänekamp wollte sich zu den Anschuldigungen nicht äußern. Im März hatte der Moderator einer ProSieben-Sprecherin zufolge dem Fernsehsender versichert, die Vorwürfe seien unbegründet. Türck moderierte Mitte der 90er-Jahre beim ZDF eine Neuauflage der Spiel-Show „Dalli Dalli“ und wechselte dann zu ProSieben. Dort betreute er zuletzt die Sendung „Chart Show“. ProSieben hat ihn nach Bekanntwerden der Vorwürfe bis zur Klärung des Falls beurlaubt. Eine Sprecherin von ProSieben sagte dem Kölner „Express“ einem Vorab-Bericht vom Donnerstagabend zufolge, man habe sich von Türck getrennt.

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