Beweissicherung nach Havarie

Küstenwache beschuldigt Costa-Reederei

Neun Monate nach der Havarie der „Costa Concordia“ geht die Beweisaufnahme weiter. Unglückskapitän Schettino nimmt wieder teil. Die Reederei sieht sich entlastet, die Küstenwache beschuldigt sie.
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Strafverfahren könnte Jahre dauern

GrossetoDie italienische Küstenwache wirft der Reederei des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ vor, die Schifffahrtsbehörden in der Nacht der Havarie nicht ausreichend informiert zu haben. Dagegen sieht Costa Crociere sich durch ein Sachverständigengutachten zu dem Schiffbruch im Januar entlastet.

Diese Einzelheiten wurden am Dienstag von der Beweisaufnahme zum Schiffbruch der „Costa Concordia“ mit 32 Toten bekannt. Es war der zweite Tag der umfangreichen Beweissicherung in Grosseto.

Nach den Kontakten mit dem Kreuzfahrtschiff sei es der Reederei klar gewesen, dass die Gefahrenlage an Bord nicht korrekt berichtet wurde, so Medienberichten zufolge die Aussage der Küstenwache. Costa Crociere habe aber die irreführenden Informationen nicht korrigiert, die Kapitän Francesco Schettino dem Hafenamt in Livorno gegeben habe.

40 Minuten nach dem Unglück habe sie auch gewusst, „dass das Schiff noch um keinerlei Hilfe gerufen hatte und auch nicht handelte.“ Schettino war in der Nacht in Kontakt mit Roberto Ferrarini, dem Krisenmanager der Genueser Reederei. Die Evakuierung wurde erst über eine Stunde nach dem Vorfall angeordnet.

Kapitän und Reederei schieben sich gegenseitig die Schuld zu
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