Big Maple Leaf
Polizei-Panne nach Goldmünzen-Diebstahl in Berlin

Im Fall um die gestohlene 100-Kilo-Goldmünze werden neue Details bekannt. Nun kommt heraus: Die Täter haben wohl auf spektakuläre Weise Spuren beseitigt. Zwei Tatverdächtige befinden sich noch in U-Haft.
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Berlin Nach dem Diebstahl einer riesigen Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin soll es Unbekannten laut einem Medienbericht gelungen sein, mögliche Spuren zu verwischen. Dazu sollen sie sich Zugang zu einer Halle auf einem Polizeigelände verschafft und den Inhalt eines Feuerlöschers in eine beschlagnahmte Limousine gesprüht haben, berichteten die Zeitungen „Bild“ und „B.Z.“ am Dienstag unter Berufung auf Polizeikreise. Das Auto war demnach am 5. Juli beschlagnahmt worden, weil es in einen Unfall verwickelt war. Es könne sich um einen Fluchtwagen der Münzdiebe handeln, hieß es.

Eine Polizeisprecherin bestätigte am Dienstag lediglich, dass es Unbekannten gelungen sei, auf das Polizeigelände im Stadtteil Schöneberg zu gelangen. Die Ermittlungen liefen.

Eine Woche nach diesem Vorfall hatte die Polizei bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Münzdiebstahl mehrere Männer festgenommen. Von ursprünglich vier Verdächtigen sind inzwischen noch zwei in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe von einer organisierten Bandenstruktur aus, die Ermittlungen richteten sich gegen einen arabischstämmigen Clan. Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden - von der Beute fehlt jede Spur.

In der vergangenen Zeit waren mehrere Einbrüche bei der Berliner Polizei bekannt geworden. Erst im September hatten unbekannte Täter Vitrinen und Schaukästen im Polizeimuseum aufgebrochen und Antiquitäten gestohlen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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