Billig-Hotel in Flammen
Mindestens 20 Tote nach Feuer-Tragödie in Paris

Bei einem der schwersten Brände in Frankreich seit Jahrzehnten sind in der Nacht zum Freitag in Paris mindestens 20 Menschen in einer Hotelpension ums Leben gekommen.

HB PARIS. Unter den Opfern sind auch zehn Kinder, teilte die Feuerwehr mit. Sie suchte in den schwer zugänglichen oberen Stockwerken des abgebrannten Hotels „Paris-Opéra“ nach möglichen weiteren Opfern des Infernos. Nach dem Ausbruch des Feuers war es in dem Hotel zu Panikszenen gekommen.

Bei dem sich rasch ausbreitenden Brand mit starker Rauchentwicklung wurden 11 Menschen schwer und 42 leicht verletzt. In dem Hotel im Herzen von Paris waren überwiegend afrikanische Einwanderer untergebracht. Die Brandursache ist unklar, nach Angaben der Polizei ist sie aber nicht auf einen „kriminellen Akt“ zurückzuführen.

Menschen sprangen in Panik auf die Straße

Mehrere Menschen zogen sich vielfache Verletzungen zu, als sie sich in Panik aus den Fenstern auf die Straße vor dem Hotel stürzten. Einige der Schwerverletzten erlitten starke Rauchvergiftungen. Das sechstöckige Hotel im neunten Stadtbezirk hatte nur einen Ausgang.

Die Opfer kommen den Polizeiangaben zufolge aus sieben Ländern, darunter Senegal, Elfenbeinküste, Tunesien, Portugal und die Ukraine. In der einfachen Hotelpension unweit der Großkaufhäuser wie „Galeries Lafayette“, der Oper Garnier und des Bahnhofs Saint-Lazare hatte die Stadt kinderreiche afrikanische Einwandererfamilien untergebracht.

Zimmer ohne Fenster

Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen im zweiten Stockwerk in einem Raum ausgebrochen, der als Frühstücksraum gedient haben soll. Manche Zimmer sollen keine Fenster gehabt haben und die Pensionsgäste von den Flammen eingeschlossen worden sein. Einige versuchten noch, in obere Stockwerke zu flüchten.

Mit dem Großaufgebot von 240 Feuerwehrleuten und annähernd 60 Löschfahrzeugen gingen die Pariser Feuerwehren gegen das Flammeninferno vor. Dabei wurden auch einige Feuerwehrleute verletzt. In dem bekannten Großkaufhaus Lafayette wurden die Verletzten vorübergehend betreut.

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