Bisher keine Schäden gemeldet
Erdbeben im Schwarzwald

HB BERLIN. In der Nähe von Freiburg hat am Freitagabend gegen 21.44 Uhr die Erde gebebt. Die Stärke des Bebens gab das Landesamt für Geologie mit 3,2 auf der Richter-Skala an. Es ereignete sich demnach in elf Kilometern Tiefe nahe den Orten Waldkirch und Simonswald im baden-württembergischen Kreis Emmendingen.

Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Allerdings seien die Erschütterungen von vielen Menschen sehr deutlich gespürt worden, hieß es. Die Geologen gingen davon aus, dass das Beben wahrscheinlich im Umkreis von etwa 20 Kilometern um das Epizentrum wahrgenommen worden ist.

Nach dem Beben riefen zahlreiche Menschen bei den Polizeistationen und beim Erdbebendienst an. «Normalerweise wird ein Beben dieser Stärke nicht als erschreckend wahrgenommen, aber die Bürger sind seit dem letzten Beben im Dezember sensibilisiert», berichtete LGRB-Geologe Wolfgang Brüstle. Das letzte größere Erdbeben in Baden-Württemberg hatte sich am 5. Dezember 2004 in Südbaden ereignet. Damals riss ein Beben der Stärke 5,4 auf der Richterskala Tausende von Menschen aus dem Schlaf. Die Erdstöße waren bis zu 250 Kilometer weit spürbar gewesen.

Nach der nächtlichen Erschütterung berichteten viele Bürger von Geräuschen wie Donnergrollen und Rumpeln, die direkt aus dem Erdboden kamen. Manche hörten auch einen Knall wie bei einem Düsenjäger. Die Geräusche wurden Brüstle zufolge von Druckwellen des Bebens verursacht, die Gesteinsschichten kurzfristig zusammenpressten.

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