Blackout in Washington und Baltimore
Monster-Schneesturm in New York

Über den Nordosten der USA ist am Sonntag ein Schneesturm gefegt und hat den Verkehr sowie die Stromversorgung von Virginia bis Maine stark beeinträchtigt.

HB NEW YORK/WASHINGTON. Über New York fegte der zweitschlimmste Schneesturm der Geschichte. Nur im Dezember 1947 war dort noch mehr Schnee gefallen. In Teilen der Region gingen die Lichter aus: Mehr als 110 000 Menschen waren in Washington und Baltimore betroffen. Hunderte Flüge wurden allein in New York gestrichen.

Bis Sonntagmittag fiel nach Messungen im New Yorker Central Park über einen halben Meter Schnee. Eiskalte Windböen trieben die Schneeflocken mit einer Stärke bis zu 60 Kilometer pro Stunde durch die Stadt, Donnergrollen erfüllte die Luft. US-Medienberichten zufolge sprachen Wetterexperten von dem zweitschlimmsten Schneesturm in der Geschichte der Stadt.

„Es ist ein sehr gefährlicher Sturm“, warnte Bürgermeister Michael Bloomberg am Sonntag. Er empfahl New Yorkern, die Autos stehen zu lassen, um den mehr als 2500 Schneepflügen den Einsatz zu erleichtern. Am besten sei es, ganz zu Hause zu bleiben.

Die Stadt heuerte kurzfristig zusätzliche Helfer an, die in 12- Stunden-Schichten versuchten, den Schneemassen Herr zu werden. 200 000 Tonnen Salz standen bereit, um aus Eisflächen wieder Fahrbahnen zu machen. Hunderte Flüge an allen drei Flughäfen der Metropole wurden gestrichen.

Die Schlechtwetterfront war am Samstag von Tennessee Richtung Nordosten gezogen. In Washington wurde nach dem mildesten Januar, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt, der Schneenotstand erklärt. In der Nacht zum Sonntag waren bis zu 30 Zentimeter Schnee gefallen, am Vormittag wirbelten die Flocken weiter. In Teilen des Bundesstaates Maryland türmte sich der Schnee über einen halben Meter hoch.

Mehr als 60 000 Menschen in Washington waren ohne Strom, weil viele Leitungen von der schweren Last heruntergerissen wurden. Auch im nahe gelegenen Baltimore mussten sich mehr als 50 000 Menschen ohne Elektrizität behelfen. Für die Ostküsten-Metropole New York und andere Städte, darunter auch Boston, waren im Voraus Blizzard-Warnungen ausgegeben worden.

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