Blumen am Unglücksort
Eine Stadt trägt Trauer

Mit Blumen am Unglücksort trauern die Bürger im mittelfränkischen Lehrberg um die bei einer gewaltigen Gasexplosion getötete Familie. Zugleich suchen die Kriminalpolizei Ansbach sowie Sachverständige des Landeskriminalamtes München nach der Unglücksursache. Mit aussagekräftigen Ermittlungsergebnissen sei jedoch erst in einigen Tagen zu rechnen, teilte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Sonntag mit.

HB LEHRBERG. An ein Absperrgitter vor der Unglücksstelle hatten Nachbarn am Sonntagmorgen Sonnenblumen und Gladiolen gesteckt. Auf einem Zettel stand: „Ohne euch wird Lehrberg nie wieder so sein, wie es einmal war.“ Am Vormittag versuchten Menschen an den Absperrungen immer wieder, sich selbst ein Bild vom Ausmaß des Unglücks zu machen.

Unterdessen schweben zwei der insgesamt 16 Verletzten noch immer in Lebensgefahr. Fünf Menschen waren am Freitagmorgen bei der Explosion in einem Bäckereigebäude getötet worden. Das Unglück hatte sich während Reparaturarbeiten an einem Gas-Tank ereignet. Die Bundesstraße 13, die nach dem Unglück gesperrt worden war, wurde am Samstagabend wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In den Trümmern der Bäckerei kamen nach Angaben der Polizei die 71-jährige Seniorchefin des Familienbetriebs, deren 42-jähriger Sohn, ein 35-jähriger angestellter Bäcker, eine 34 Jahre alte Verkäuferin und eine 17-jährige Auszubildende ums Leben. Der Seniorchef der Bäckerei überlebte schwer verletzt. Die Angehörigen der Toten wurden psychologisch betreut.

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