Blutbad bei US-„Batman“-Premiere
Amokläufer tötet 12 Kinobesucher

Bei der Premiere des neuen „Batman“-Films in den USA tötete ein Amokläufer 12 Menschen. Präsident Obama reagiert geschockt. Die Vorstellung in Paris wurde abgesagt – und auch in Deutschland werden Vorkehrungen getroffen.
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Denver/WashingtonEs war ein lang erwartetes Ereignis. Überall in Amerika waren in der Nacht zu Freitag die Kinosäle voll mit jungen Leuten, teilweise verkleidet. Sie konnten es nicht erwarten, die Premiere des neuen Batman-Films „The Dark Knight Rises“ zu sehen. Im Century 16 Theater im Städtchen Aurora, Colorado, wurde der Kinobesuch zur tödlichen Falle: Kurz nach Mitternacht eröffnete ein Attentäter im Saal 9 das Feuer, tötete 12 Menschen  und verletzte mehrere Dutzend weitere.

Der 24-jährige Mann, der später festgenommen wurde, hatte sich offenbar gut vorbereitet für ein Attentat. Laut Augenzeugen war er bewaffnet mit zwei Pistolen und einem Gewehr und ausgerüstet mit Helm und schusssicherer Weste. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im US-Staat Colorado stießen die Sicherheitskräfte am Freitag auf Sprengfallen.

Nach dem Amoklauf wird über das mögliche Motiv des Täters spekuliert. Der junge Mann habe sein Haar rot gefärbt und sich selbst Joker genannt - wie der Bösewicht aus den Batman-Filmen, sagte der Polizeichef der Stadt New York, Raymond Kelly, der angab, über die Tat in der Stadt Aurora unterrichtet worden zu sein.

Eine weitere Parallele zu der Batman-Reihe: Der Protagonist Bruce Wayne entwickelt sich zu seinem Alter Ego, nachdem seine Eltern beim Verlassen eines Kinos von einem Kleinkriminellen erschossen wurden.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich „geschockt und betrübt“ angesichts der „entsetzlichen und tragischen“ Schießerei und kehrte vorzeitig von einer Wahlkampfreise in Florida nach Washington zurück. Die Nation müsse „zusammenstehen als eine amerikanische Familie“, sagte Obama. Die Regierung werde alles tun, um die Menschen in Aurora zu unterstützen.

Auch sein designierter Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im November, Mitt Romney, sagte Wahlkampfauftritte ab. Beide Politiker verzichten zudem vorerst darauf, in Colorado Wahlkampfspots zu senden. Obama ordnete an, als Zeichen der Trauer die US-Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden, diplomatischen Vertretungen und Armeestützpunkten bis zum Abend des 25. Juli auf Halbmast zu setzen.

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  • "Der Mann wurde als James Holmes identifiziert, ein „unbeschriebenes Blatt“, ... Es gebe keine Polizeiaufzeichnungen über ihn".
    Ein bis dahin unschuldiger und unbescholtener Bürger war bewaffnet.

  • Jeder Mensch kann "durchknallen", aber nur selten ist dann auch das Verletzen oder Töten auf der Reaktionsliste. Glücklicherweise. Tragisch, dass nicht vorher "Signale" gesehen werden konnten, um mäßigend einzuwirken. Dann hätte vielleicht das Schlimmste verhindert werden können.

    Tragisch und das ist ein US-Eigenverschulden der Historie entwachsen, der freie Zugang zu Handfeuerwaffen und etwas schwereren Gerät. Letzteres erhöht die Todes- und Verletztenquote im Mißbrauchsfall.

    Die US-Gesellschaft wird die Waffengesetze nicht ändern; schon gar nicht vor Wahlen. Es werden aber immer mehr Zugangskontrolen und Durchleuchtungen erfolgen (Kino, Theater, Malls, Bahnhöfe, Flughäfen, Konzerte, etc.), um solche "verirrte Menschen" herauszufischen. Das schafft zwar Arbeitsplätze, ist aber nur eine Reaktion, um nicht den Waffenbesitz mit mehr Auflagen zu versehen. Auch ist es möglich, dass jetzt nicht noch mehr Menschen schnell noch Waffen kaufen, um sich einzudecken, bevor in der Zukunft staatliche Verschärfungen erfolgen werden.

    Ein Hilfsmittel ist auch, das darf nicht vergessen werden, eine gute Schulbildung und persönliche Reifung. Ein Vermitteln von Werten. Scheitert hier die Gesellschaft scheitern auch viele "Irrläufer".

  • Family Day in Alabama:
    http://www.youtube.com/watch?v=KYzH9BBiinM

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