Bockshornkleesamen
Ehec-Auslöser gefunden

Der Auslöser für den Ehec-Virus trägt einen merkwürdigen Namen: Bockshornkleesamen. Doch das Bundesinstitut für Risikobewertung scheint sicher zu sein: Die Samen aus Ägypten führten zu zahlreichen Ehec-Erkrankungen.
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Berlin Für die Ehec-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich sind auch nach Ansicht deutscher Bundesinstitute mit hoher Wahrscheinlichkeit Bockshornkleesamen aus Ägypten verantwortlich. Das teilten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Robert Koch-Institut (RKI) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin mit. Zum selben Schluss war auch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA gekommen.

Die Samen seien über zahlreiche Vertriebswege in viele Mitgliedstaaten der EU sowie in Drittländer vertrieben worden, erklärte BVL-Präsident Helmut Tschiersky-Schöneburg. Ob die Samen auch ursprünglich aus Ägypten stammten, sei unklar. Zu den Hauptproduzenten gehörten andere Länder wie etwa Indien.

In Deutschland ist der Verkauf der betroffenen Chargen untersagt worden, es ist eine Rückrufaktion angelaufen. Auch auf EU-Ebene sollen den deutschen Instituten zufolge alle betroffenen Chargen des ägyptischen Exporteurs zurückgerufen werden, die zwischen 2009 und 2011 exportiert wurden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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