Bombenalarm in Leipzig
Jugendliche bastelten Sprengsatz-Attrappe

Gleise wurden gesperrt, Züge fielen aus: Der Bombenalarm am Leipziger Bahnhof hatte für Aufregung gesorgt. Jetzt haben zwei Jugendliche gestanden: Sie waren für die Bombenattrappe verantwortlich. Ihr Motiv: Rache.
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Pirna/LeipzigZwei Jugendliche haben sich nach dem vermeintlichen Bombenalarm im Leipziger Hauptbahnhof der Polizei gestellt. Die 15 und 17 Jahre alten Jugendlichen gaben zu, eine mit Batterien und Kabeln als Bombenattrappe ausgerüstete Laptoptasche im Bereich der Gepäckaufbewahrung angelegt zu haben, wie der Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, Sascha Reichelt, am Dienstag sagte. Als die Tasche am Montag entdeckt worden war, wurde Bombenalarm ausgelöst.

Die Jugendlichen hatten sich nach Angaben des Polizeisprechers darüber geärgert, dass sie von Bundespolizisten des Bahnhofs verwiesen und an ihren Betreuer übergeben worden waren. Sie hatten sich nach Geschäftsschluss der Läden in den Einkaufspassagen des Bahnhofs weiterhin im Bahnhof aufgehalten, ohne dass sie die Absicht hatten, eine Reise anzutreten. Die Jugendlichen leben laut Reichelt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.

Nach dem Fund der Tasche war der Westeingang des Leipziger Bahnhofs gesperrt worden. Nachdem Spezialisten die Tasche untersucht hatten, wurden die Gleise sieben bis 13 für den Zugverkehr gesperrt. Die Bahn versuchte, möglichst viele Züge über die Gleise 14 bis 21 umzuleiten. Dadurch kam es zu Verspätungen und einigen Zugausfällen. Nachdem die Experten der Polizei die Tasche mit Wasserdruck aufgeschossen hatten, gaben sie Entwarnung. Der vermeintliche Sprengsatz war nicht zündfähig. Ab 17.30 Uhr lief der Zugverkehr dann wieder weitgehend normal.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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