Boot 2008 in Düsseldorf
Bootsbranche strotzt vor Selbstbewusstsein

Größer, teurer, mehr: Die Wassersportbranche strotzt vor Selbstbewusstsein und die weltgrößte Wassersportmesse Boot befindet sich auf Expansionskurs.

dpa DÜSSELDORF. Die 39. Boot in Düsseldorf soll eine Schau der Superlative werden. Noch nie präsentierten sich dort Aussteller aus derart vielen Ländern auf so viel Fläche: 57 Nationen sind auf einer Nettofläche von 107 000 Quadratmetern sind in diesem Jahr mit von der Partie.

Die großen Yachten werden bei der Messe vom 19. bis 27. Januar wieder für besonderes Aufsehen sorgen. So hat die „Elégance 98“ der Bremer Yacht-Agentur Drettmann in Düsseldorf ihre Weltpremiere. Die 7,4 Mill. Euro teure Yacht ist mit 30 Metern die Längste in diesem Jahr und übertrifft die „Elégance 90 Mega“ aus dem vergangenen Jahr um drei Meter. boot-Projektleiter Abdul-Rahman Adib freut sich besonders auf die „Sanlorenzo“ aus Italien. „Sie ist etwas kleiner, kostet aber eher mehr. Was das Design und die Ausstattung betrifft, steht sie noch mal eine Stufe höher“, sagt Adib.

Die Luxusyachten tragen besonders zu den Umsatzsteigerungen der Branche bei. „Das Klima ist hervorragend“, berichtet der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, Werner Matthias Dornscheidt. Und so hofft er, dass die Marke von 280 000 Messe-Besuchern aus dem Vorjahr übertroffen wird. Wie im vergangenen Jahr soll sich die boot als Zugpferd der stetig wachsenden Branche erweisen. Der Gesamtumsatz stieg nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) im Jahr 2007 in Deutschland um 6,8 Prozent auf gut 1,8 Mrd. Euro.

Im Gegensatz zu manch anderen Branchen und Käuferschichten gibt der konjunkturelle Aufschwung dem Wassersport kräftigen Auftrieb - eine Leidenschaft in erster Linie der vermögenderen Bevölkerung. „Wir sind sicherlich wirtschaftlich nicht so abhängig von Entwicklungen in einzelnen sozialen Schichten“, gibt Jürgen Tracht, Geschäftsführer des BVWW zu.

Ihr geballtes Selbstbewusstsein dokumentiert die Branche in diesem Jahr auch durch die gestiegene Zahl der Aussteller. Mit 1 700 gibt es davon rund 50 mehr als 2007. Die Anzahl der nichtdeutschen Aussteller kletterte gar um 100 auf das Rekordniveau von 750. Die größte ausländische Fraktion stellen die Niederlande mit 150 Werften, Händlern und Dienstleistern. Italien (102) ist die zweitgrößte Nation auf der diesjährigen boot.

Durchschnittsverdiener dürften sich neben dem Bestaunen der Luxusyachten vor allem für den Trendsport Tauchen interessieren. „Tauchen ist in. Das ist ein Riesenthema“, sagt Adib. Auch in diesem Bereich expandiert die boot stetig. Nach Angaben Adibs ist es erstmals gelungen „alle namhaften Hersteller mit an Bord zu nehmen.“

Olympisch wird es am Eröffnungstag der boot. Am 19. Januar präsentiert sich die chinesische Stadt Quingdoa erstmals in Europa. Dort werden im August die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele in Peking ausgetragen.

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