Boot gesunken - Mehr als 100 Vermisste
Flüchtlingstragödie vor der Küste Kolumbiens

Vor der Pazifikküste Kolumbiens ist es zu einem tragischen Schiffsunglück gekommen. Am Mittwoch wurden 104 Flüchtlinge aus Ecuador vermisst.

HB BOGOTÁ. Es gebe kaum noch Hoffnung, die Menschen lebend zu retten, sagte ein Sprecher der kolumbianischen Marine. Die Menschen seien auf dem Weg nach Zentralamerika gewesen, um von dort aus illegal in die USA zu gelangen. Das Unglück habe sich schon am vergangenen Freitag ereignet, sei aber erst am Mittwoch bekannt geworden, hieß es weiter.

Insgesamt seien 113 Menschen an Bord gewesen, von denen nur neun am Dienstagabend von einem Fischerboot gerettet werden konnten. Es handele sich um zwei Frauen und sieben Männer, die sich an Bojen und Holzkästen über Wasser gehalten hätten. Sie seien inzwischen zu dem ecuadorianischen Hafen Manta gebracht worden. Es gebe kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, sagte ein Sprecher.

Unklar blieb zunächst, warum das Schiff sank. Nach ersten Erkenntnissen soll es völlig überladen gewesen sein. Nach Angaben des Kommandeurs der kolumbianischen Marine im Pazifik, Admiral Jairo Peña, waren Schiffe und ein Suchflugzeug im Einsatz. Auch Ecuador habe ein Kriegsschiff und einen Hubschrauber entsandt.

Das Flüchtlingsschiff war nach diesen Angaben schon vergangenen Donnerstag von dem Hafen Esmeraldas in Ecuador aus in See gestochen. Nur Stunden später sei es in den Hoheitsgewässern Kolumbiens gesunken. Das Unglück wurde erst am Mittwoch - fünf Tage später - von der Besatzung eines Fischerbootes gemeldet.

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