Boot war kein Katamaran
Bootsunglück: Technischer Defekt vermutet

Ein technischer Defekt war vermutlich die Ursache für das tragische Bootsunglück mit fünf Toten in der Seegrotte von Hinterbühr (Österreich) am Montagmorgen. Das plötzliche Umkippen des kleinen Schiffs könne nur auf einen Fehler in einem Schwimmkörper zurückzuführen sein, erläuterte Ferdinand Lichtblau, der Amtssachverständige der niederösterreichischen Landesregierung, am Dienstag.

WIEN. Das acht Meter lange Boot war kurz vor der Rückkehr zur Anlegestelle gekentert und hatte drei der 28 Urlauber unter sich begraben. Insgesamt starben bei dem Unglück vier Deutsche und eine Belgierin.

Im Gegensatz zu ersten Berichten handelte es sich bei dem Boot nicht um einen Katamaran, sondern um einen Trimaran, bei dem eine vertiefte Plattform für die Passagiere auf drei Schwimmkörpern befestigt ist. Möglicherweise sei ein Schwimmkörper undicht gewesen. Sowohl der Bootsführer als auch Passagiere hatten nach dem Ablegen auf dem 6200 Quadratmeter großen See eine „Rechtslastigkeit“ des Boots bemerkt. Nach Angaben von Lichtblau hätte es „einer Belastung von 5000 Kilogramm bedurft“, um das intakte Boot zum Kentern zu bringen.

Inzwischen haben die meisten der deutschen Urlauber mit einem Bus die Heimreise nach Würselen angetreten. Nach Auskunft der deutschen Botschaft in Wien werden sie auch während der Busfahrt von österreichischen und später von deutschen Psychologen betreut.

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