Boss des Automobilverbands FIA
Max Mosley verklagt Google wegen Sexbildern

Der Ex-FIA-Chef will verhindern, dass Sex-Bilder von ihm weiter über Google auffindbar sind. Doch Google weist die Verantwortung von sich. Der Konzern betrachtet die Forderung als Vorzensur. Heute beginnt der Prozess.
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BerlinMehr als vier Jahre ist es nun schon her, dass Max Mosley, der frühere Boss des Automobilverbands FIA, heimlich bei einer Sexparty mit mehreren Prostituierten gefilmt wurde. Bilder aus dem Video kursieren bis heute im Netz, finden lassen sie sich ganz einfach über Googles Bildersuche. Deshalb geht Mosley nun juristisch gegen den Konzern vor, unter anderem vor der Pressekammer des Hamburger Landgerichts, wo heute der Prozess beginnt.

Mosley hat bereits verschiedene Medien und Website-Betreiber in Deutschland abgemahnt, die Standbilder aus dem Video veröffentlichten. Nun will der ehemalige Präsident des Internationalen Automobilverbandes erzwingen, dass Google die Verbreitung der heimlich aufgenommenen Bilder von vornherein unterbindet. Auch in Frankreich zieht er dafür vor Gericht. Die mittlerweile eingestellte Boulevardzeitung „News of the World“ hatte Mosley bei der Party filmen lassen. Für diesen Eingriff in seine Privatsphäre musste das Blatt ihm umgerechnet rund 75.000 Euro Schadensersatz zahlen.

Natürlich dürfte nun zunächst der Streisand-Effekt eintreten – so wie schon im Fall von Bettina Wulffs Klage gegen Googles Funktion "Autovervollständigen". Je mehr jemand verhindern will, dass etwas über ihn verbreitet wird, desto mehr Menschen macht er neugierig. Die Klage von Mosley wird also zunächst vermutlich dafür sorgen, dass noch mehr Menschen bei Google nach den Fotos suchen. „Aber es geht nicht mehr um mich, es geht ums Prinzip“, hatte der 72-Jährige dem „Spiegel“ sagte. „Ich habe Zeit und Geld. Wenn man beides hat, ist man verpflichtet, zu kämpfen, damit es anderen nicht genauso ergeht.“

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  • Sie haben das Totschlagsargument Kindesmissbrauch vergessen. Hier wird wieder einmal mit fadenscheinigen Argumenten einer Zensur das Wort geredet. Schon mal daran gedacht, dass diese Artikel auch in den gedruckten Ausgaben erscheinen und dass diese auch archiviert (ein Mikrofilm überlebt digitale Medien bei weitem) und in Katalogen erfasst werden?

    Kinder und Jugendliche, welche noch nicht die nötige geistige Reife erlangt haben, haben m.E. ohne Aufsicht nichts im Internet (genau so wie man sie nicht alleine vor dem Fernseher deponiert) verloren.

  • 1.) Menschen machen Fehler. Mal kleinere mal größere. Es ist unmenschlich dass diese Dinge ein Lebenlang im Internet abrufbar sind. Auch ein Neuanfang ist damit unmöglich. Auch Menschen die sich ändern wollen erhalten nicht mehr die Chance dazu. Und manchmal nerven auch Kleinigkeiten.
    2.) Menschen lügen (auch unbewusst). Es ist unmenschlich dass diese Dinge ein Lebenlang im Internet abrufbar sind.
    3.) Menschen haben nicht alle die selbe Meinung und nicht die selben Moralvorstellungen.
    Wie gehässig, böse und aggressiv Menschen reagieren können erlebt man immer wieder im Internet.
    4.) Im Gegensatz zur Post, Telefongesellschaften oder Providern kann Google sich nicht darauf berufen für die Inhalte nicht verantwortlich zu sein, da im Gegensatz zu Briefen, E-Mails und Telefongesprächen die Inhalte von den Suchmaschinen öffentlich sind.
    5.) Die Suchmaschinenbetreiber verstoßen gegen das Jugendschutzgesetz, da Kinder und Jugendliche nahezu uneingeschränkten zugriff auf Pornos und Gewaltvideos erhalten.
    Wie finden Sie es als Vater oder Mutter wenn ihr Kind sich eine Enthauptung ansieht?

  • Es ist auch eine generelle Frage, was Medien bzw. Internet-Medien heute dürfen. Hier ein Link zu der Diskussion: http://tiny.cc/hlmclw

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