Brand auf Kreuzfahrtschiff
Ozeanriese vor Mexiko in Seenot

Mehr als 4 000 Menschen sitzen auf einem Kreuzfahrtschiff vor der mexikanischen Küste fest. Der Riese geriet aufgrund eines Brandes im Maschinenraum in Seenot und kann sich nicht mehr aus eigener Kraft bewegen. Nun sind Schlepper unterwegs zur „Carnival Splendor“.
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HB MEXIKO-STADT/SAN DIEGO. Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 4000 Menschen an Bord ist nach einem Brand im Maschinenraum vor der Küste Mexikos in Seenot geraten. Wie eine Sprecherin der Carnival Cruise Lines am Montagabend (Ortszeit) mitteilte, trieb das 113 000 Tonnen schwere Riesenschiff „Carnival Splendor“ antriebslos vor der mexikanischen Küste, rund 150 Seemeilen südlich von San Diego. Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es auf der Carnival- Webseite.

Weiter teilte das US-Kreuzfahrtunternehmen mit, dass das Schiff Hilfsgeneratoren in Betrieb hatte. Ingenieuren sei es aber nicht gelungen, zusätzliche Antriebskraft wiederherzustellen. Die Reise der „Carnival Splendor“ sei deswegen beendet, Schlepper seien auf dem Weg. Sie sollten den Ozeanriesen ins mexikanische Ensenada ziehen, damit die Passagiere so schnell wie möglich nach Hause gebracht werden könnten. An Bord sind den Angaben zufolge 3299 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. Das Feuer wurde mittlerweile gelöscht.

Während des Brandes waren die Passagiere aufgefordert, ihre Kabinen zu verlassen und an Deck zu gehen. Am Montagabend hatten sie wieder Zugang zu ihren Kabinen, zu den Restaurants und Bars. Die Verantwortlichen auf der „Carnival Splendor“ sind in Kontakt mit der US-Küstenwache, teilte die Reederei weiter mit.

Die „Carnival Splendor“ ist das größte Schiff des Unternehmens Carnival Cruise Lines (Miami, US-Bundesstaat Florida). Sie war am Sonntag zu einer einwöchigen Kreuzfahrt entlang der mexikanischen Pazifikküste gestartet. Sie wollte die Städte Puerto Vallarta, Mazatlan und Cabo San Lucas an der Südspitze von Baja California anlaufen. Das vor zwei Jahren in Dienst gestellte Schiff kann bis zu 4000 Passagiere aufnehmen. Sie werden von etwa 1100 Besatzungsmitgliedern betreut.

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