Brand im Nachtzug
Bahnreisende entgehen knapp der Katastrophe

350 Menschen sind an Bord eines Nachtzugs von Hamburg nach Zürich haarscharf einer Katastrophe entronnen. Durch ein Feuer füllte sich der Zug mit giftigem Rauch - während die meisten an Bord schliefen.
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GundelfingenIn einem Nachtzug von Hamburg nach Zürich ist ein Feuer ausgebrochen - 350 Reisende entkamen knapp einem größeren Unglück. Alle Fahrgäste konnten am frühen Montagmorgen wenige Kilometer vor Freiburg unverletzt aus dem mit giftigem Rauch gefüllten Zug flüchten. Verletzt wurde niemand, teilte die für den Bahnverkehr zuständige Bundespolizei mit.

„Es war Rettung in letzter Sekunde“, sagte der Kreisbrandmeister der Feuerwehr, Axel Widmaier. Der Rauch im Zug war so stark, dass Feuerwehrleute nur mit Atemschutzgeräten die Eisenbahnwaggons betreten konnten. Sie konnten den Brand schnell löschen. Mit Druckluftgeräten wurde der Rauch aus dem Zug geblasen.

Das Feuer, das im vierten Wagen ausbrach, sei schnell entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. Innerhalb von nur wenigen Minuten habe sich in den Abteilen dunkler, giftiger Rauch ausgebreitet. Der Zug wurde deshalb sofort angehalten.

Ein Sprecher der Bahn sagte, die Ursache des Brandes sei ein Fehler an einer Bremse des Zuges. Dort sei das Feuer entstanden, das dann auf den Waggon übergriff.

Die stark befahrene Rheintalbahnstrecke (Karlsruhe-Basel) wurde gesperrt. Auf einer der wichtigsten Bahnfernverkehrstrecken Deutschlands ging damit zeitweise nichts mehr. Es kam zu Zugausfällen und Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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