_

Brandserie in Los Angeles: Deutscher Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Am Neujahreswochenende soll ein Deutscher dutzende Feuer in Los Angeles gelegt haben. Vor Gericht hat er die Vorwürfe jetzt abgestritten - doch auch in Deutschland droht dem 24-Jährigen Ärger.

Der mutmaßliche Brandstifter bei seiner Festnahme Anfang Januar: Auch die 53-jährige Mutter des Deutschen befindet sich in Untersuchungshaft. Quelle: Reuters
Der mutmaßliche Brandstifter bei seiner Festnahme Anfang Januar: Auch die 53-jährige Mutter des Deutschen befindet sich in Untersuchungshaft. Quelle: Reuters

Der 24-jährige Deutsche, der am Neujahrswochenende in Los Angeles Dutzende Feuer gelegt haben soll, hat die Vorwürfe der Anklage abgestritten. Der Mann plädierte vor Gericht auf „nicht schuldig“, berichtete die „Los Angeles Times“. Zuvor war er wegen weiterer Vergehen angeklagt worden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft muss sich der Mann nun wegen 100 Vorwürfen im Zusammenhang mit fast 50 Feuern verantworten.

Anzeige

Er soll die Brände mit Hilfe von feuerbeschleunigenden Mitteln gelegt haben. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm mehr als 80 Jahre Haft. Er war nach seiner Festnahme Anfang Januar zunächst in 37 Fällen angeklagt worden. Der mutmaßliche Brandstifter sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der zuständige Richter erhöhte die Kaution am Dienstag auf 7,5 Millionen Dollar (rund 5,7 Millionen Euro).

Auch die 53-jährige Mutter des Deutschen befindet sich in Untersuchungshaft. Die in Deutschland mehrfach vorbestrafte Frau war kurz vor dem Jahreswechsel in Los Angeles festgenommen worden. Kurz danach begann eine Brandserie, die Hollywood in Atem hielt und einen Schaden von mehreren Millionen Dollar verursachte.

Brandserie in Hollywood Fall des deutschen Brandstifters immer bizarrer

Auch nach der Festnahme des vermeintlichen Feuerteufels von Hollywood nimmt die Aufregung um die Brandserie kaum ab: Der verdächtige Deutsche berichtet von Folter durch die Polizei und Verfolgung durch Nazis.

Brandserie in Hollywood: Fall des deutschen Brandstifters immer bizarrer

Gegen Mutter und Sohn ermittelt auch die deutsche Justiz: Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt wirft der Frau gewerbsmäßigen Betrug in 19 Fällen vor. Gegen ihren Sohn wird wegen eines Feuers im hessischen Schwalm-Eder-Kreis ermittelt.

Bei jüngsten Gerichtsanhörungen in Los Angeles war die in Tschetschenien geborene Frau durch wirre Bemerkungen aufgefallen. Über ihren Sohn sagte sie, er sei geistig verwirrt. Es wird vermutet, dass er die Feuer nach der Festnahme seiner Mutter aus Wut über die amerikanische Einwanderungsbehörde legte. Nach Angaben des Amtsgerichts in Frankfurt liegt ein internationaler Haftbefehl gegen die Frau vor. Sie wehrt sich dagegen, aus den USA nach Deutschland ausgeliefert zu werden.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wave-Gotik-Treffen: Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Auch dieses Jahr ist Leipzig wieder das Zentrum düsterer Gestalten. Zum 21. Wave-Gotik-Treffen erwarten die Veranstalter 200.000 Besucher. Bei dem Festival stehen nicht die Musik, sondern die Kostüme im Mittelpunkt.

„Europas Schande“: Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Nach dem umstrittenen Gedicht zum Verhältnis von Israel und Iran hat Nobelpreisträger Günter Grass sich zu einem aktuellen Thema geäußert. „Europas Schande“ heißt das Werk, in dem er Griechenland Beistand leistet.

Trotz Hypes: Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die Sammlung des einstigen Lebemanns hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Sotheby’s-Auktion war ein Triumph von Hype und Nostalgie über die Regeln des Kunstmarktes. Das Beste behalten die Erben aber für sich.

  • Video

Panorama Truppen in Somalia erobern weitere Stadt

Truppen der Afrikanischen Union und somalische Soldaten haben Kämpfer der radikal-islamischen Al Shabaab-Miliz aus der Stadt Afgoye vertrieben.

  • Business Wetter
  • Erwischt ...
Erwischt...: Erwischt...

Martin Blessing, Commerzbank-Chef

...bei den kleinen und großen Lügen: "Und nicht zuletzt wird aus heutiger Sicht auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bereits für das Geschäftsjahr 2012 möglich."