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Braunbär JJ1: Behörden warnen vor Bären-Safari

Nach seinen neuerlichen Ausflügen ins bayerische Grenzland ist der Braunbär „JJ1“ offenbar wieder nach Österreich zurückgekehrt. Die Behörden betonen, dasses keinen Grund zur Panik gibt. Allerdings warnen sie Touristen vor einer Bären-Safari.

HB MÜNCHEN. Braunbär „JJ1“ ist offenbar zurück in Österreich. „Er soll an zwei verschiedenen Stellen in Tirol gesehen worden sein“, sagte der Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen, Albrecht Ott. Deutsche und österreichische Behörden hätten inzwischen eine Kommission eingesetzt, um weitere Fangversuche vorzubereiten. Der WWF will am (morgigen) Mittwoch eine zweite Bärenfalle aufstellen, die sich die Naturschutzorganisation von einem Spezialisten in den USA bauen ließ, wie eine Sprecherin mitteilte.

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Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums hat eine Touristin erklärt, den Bären am Montagnachmittag in der Nähe des österreichischen Grenzort Ehrwald gesehen zu haben. „Wir können das aber nicht bestätigen; es wurden noch keine Spuren gefunden“, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Behörden versuchen, Gefährdungen von Menschen mit Verhaltenstipps abzuwenden. „Wir können Touristen nur warnen, jetzt auf Foto-Safari nach dem Bären zu gehen“, betonte Landratsamtssprecher Ott. „Die Wahrscheinlichkeit, das Tier vor die Linse zu bekommen, ist zwar so groß wie ein Lottogewinn, aber es wäre hochgefährlich“, fügte er hinzu.

Bislang habe sich das Bären-Gastspiel nicht messbar auf den Tourismus ausgewirkt. „Uns sind weder Stornierungen noch ein Besucherandrang bekannt“, sagte Ott. Lediglich zu den Weiden, wo die toten Schafe gelegen hätten, seien zahlreiche Schaulustige geströmt: „Die haben das mit wohligem Schauer verfolgt.“ Lediglich „aus nördlichen Gefilden“ habe es einige Anfragen gegeben, ob die Gegend sicher sei. „Wir können aber klar sagen: Es besteht überhaupt kein Grund zur Panik.“

Bauern empfiehlt das Landratsamt, Elektrozäune um die Weiden zu spannen. „Das soll sich hier in der Vergangenheit als gutes Mittel bewährt haben“, sagte Ott. „Unsere wichtigste Empfehlung an Tierhalter ist, auf keinen Fall gleich nachzuschauen, wenn es im Stall rumpelt oder verdächtige Geräusche von der Weide kommen“, betonte der Landratsamtssprecher.

Der Bär hatte am Mitte Mai im Landkreis Garmisch-Partenkirchen neun Schafe und Hühner getötet sowie zwölf Hühner in einem Stall gerissen. Über Pfingsten tötete er in Klais und am benachbarten Lautersee bei Mittenwald sieben weitere Schafe. Das Tier war am 4. Mai im österreichischen Vorarlberg und Tirol zum ersten Mal beobachtet worden.

Voraussichtlich Ende der Woche solle ein finnisches Team mit Bärenhunden in dem deutsch-österreichischem Grenzgebiet eintreffen, um den Bären möglichst lebendig zu fangen. Zuvor müssten jedoch noch rechtliche und versicherungstechnische Details für den Einsatz geklärt werden, erklärte das Ministerium.

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