Braunbär schüttelt erneut seine Verfolger ab
„Bruno“ entkommt ungeschoren aus CSU-Pilgerort

Braunbär „Bruno“ ist in Bayern ein weiteres Mal seinen Häschern entkommen. Nachdem er zuletzt in der Nacht zum Montag den CSU-Pilgerort Wildbad Kreuth aufgesucht hatte, verlor sich seine Spur erneut im bayerisch-österreichischem Grenzgebiet.

HB MÜNCHEN. Das bayerische Umweltministerium dementierte am Dienstag Gerüchte, wonach den finnischen Bärenjäger allmähliche die Motivation ausgehe und das Suchhundeteam seinen bis Freitag gebuchten Einsatz auf keinen Fall verlängern wolle.

„Die Bärenjäger sind heiß drauf, den Bären zu erwischen“, betonte eine Ministeriumssprecherin. Am Montagabend seien die Finnen auch noch bei Dunkelheit auf Spurensuche gegangen. Ob ihr Einsatz verlängert werde, sei jedoch noch offen. „Derzeit laufen noch die Gespräche.“ Nach wie vor stehe ein Hubschrauber der Polizei 24 Stunden am Tag bereit, um den Suchtrupp schnell zu einem Einsatzort fliegen zu können, falls sich eine neue Spur des Bären finde. Allerdings habe sich „Brunos“ Fährte bereits am Montagvormittag wegen des heißen Sommerwetter verflüchtigt.

„Wir wissen nicht, wo er sich im Moment aufhält“, sagte eine Sprecherin des bayerischen Umweltministeriums. Möglicherweise sei der Bär bereits wieder in Österreich. „Die letzte gesicherte Spur war am Ortsrand von Kreuth, wo er zwei Schafe gerissen und zwei Bienenstöcke ausgeplündert hat“, sagte die Sprecherin.

„In der Nacht auf Dienstag wurden bisher keine neuen Bärensichtungen oder Schäden gemeldet“, fügte sie hinzu. Die Bärenjäger würden sich jedoch ständig auf einen neuen Einsatz vorbereiten. „Ziel ist nach wie vor, „Bruno' lebend zu fangen“, betonte die Ministeriumssprecherin.

Unterdessen bleibt den Jägern und ihren Hunden nicht mehr viel Zeit. Ende der Woche läuft der Vertrag der Landesregierungen von Bayern und dem österreichischen Bundesland Tirol mit dem am Montag um einen weiteren Elchhund verstärkten Fangteam aus. Die Kosten in Höhe von zusammen 25 000 Euro teilen sich Bayern und Tirol je zur Hälfte, so dass auf den Freistaat pro Tag knapp 1 000 Euro entfallen.

Weil „Bruno“ immer mehr die Scheu vor dem Menschen verliert, raten die Behörden der Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht. „Wir betrachten die Entwicklung mit Sorge“, sagte Ministeriumssprecher Eichhorn. Noch in dieser Woche soll eine weitere Risikoanalyse über das Verhalten des Bären erstellt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%