Brennerautobahn
Betonmauer zerquetscht Lastwagen

Auf der Brennerautobahn in Österreich hat sich eine Betonwand gelöst und ist auf die Fahrbahn gefallen. Die tonnenschwere Mauer zerdrückte einen Lastwagen.
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WienWie ein zertretenes Spielzeugauto liegt der Lastwagen unter dem tonnenschweren Beton. Eine umstürzende Mauer zertrümmerte ihn am Dienstagmorgen auf der Brennerautobahn in Österreich. Der 51-jährige Fahrer des Lastwagens aus München wurde bei dem Unfall getötet, wie der Leiter der Tiroler Verkehrspolizei, Markus Widmann, sagte.

Das Unglück geschieht um 5.15 Uhr auf der A 13 südlich von Innsbruck etwa auf Höhe des Stubaitals. Neben der wichtigsten und meist befahrenen Autobahn über die Alpen nach Italien ist die Erde vom Schmelzwasser durchtränkt. Als die Erdmassen ins Rutschen geraten, bricht die mehrere Meter hohe Stützmauer aus Beton, die die rechte Fahrbahn gegen den Berg sichern soll.

Zwei Betonplatten in einer Größe von zehn mal acht Metern stürzen auf die Autobahn. Die Polizei schätzt ihr Gewicht auf 130 Tonnen. Der in diesem Moment vorbeifahrende Lastwagen aus München wird genau getroffen und verschwindet fast unter dem Beton. Der Lenker am Steuer hat keine Chance. „Das Fahrerhaus wurde vom Gewicht der Mauer auf eine Höhe von 1,5 Meter zusammengedrückt“, sagte Widmann. Der Mann wird laut Polizei erdrückt und tödlich verletzt.

Nach dem Unfall wird die Autobahn kurzzeitig gesperrt. Zwei schwere Bergekräne benötigen Stunden, um die Trümmer von dem zerstörten Laster zu heben. „Die Bergearbeiten gestalten sich aufgrund des hohen Gewichts der Betonplatten sehr schwierig“, sagte Widmann. Gegen zehn Uhr kann der zerstörte Lastwagen herausgezogen werden, Retter bergen den eingeklemmten Leichnam des Fahrers.

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  • PRESSE - ERKLÄRUNG DER FA: tansalmania ohg


    Unsere Firma hat in der Person des Fahrers Manfred K. einen guten Mitarbeiter und erfahrenen Fernfahrer verloren; die Beteuerungen des für die Stützmauer zuständigen Baufirma ASFINAG geben uns und der Familie des Kollegen keine zufriedenstellende Erklärung für den tragischen Todesfall; vielmehr handelt es sich hier , abgesehen von der Schneemelze, um einen fast kriminellen Baupfusch, da die Betonwand zu keinem Zeitpunkt nach 1980 auf Materialermüdung des Armierungsstahls in Beton geprüft wurde. Selbst der Sprecher der Fa. ASFINAG räumte ein, dass die Mauer direkt an der statischen Stützkonstruktion des Spornes "gebrochen" war, weitere Stellen werden auf die noch bestehende Einsturzgefahr zu prüfen sein. Dies dürfte nach der Meinung von prominenten Bauingenieuren und Sachverständigern nicht passieren. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wie man sich derartige Bau- und Wartungsfehler bei der am meisten befarhrbaren und gebührenteuersten LKW Strecke Europas erlauben kann. Wir sind alle bestürzt und werden, auch im Interesse vielen Kollegen die Angelegenheit nicht auf sich ruhen lassen. Bereits jetzt erwähnt die Familie des unglücklichen Fahrers über die zuständige Ermittlungsbehörde eine technisches Gutachten zum Zustand des maroden Bauwerkes zu beantragen und den Unfallhergang gründlich zu prüfen; in diesem Zusammenhang werden auch strafrechtliche Schritte gegen alle eventuell Beteiligten Personen oder Institutionen erwähnt. Es geht vielmehr in diesem Fall, der Sache gründlich zu untersuchen, damit derartige Unfälle - die auch zum Nachteil von Schulbussen mit mehreren Opfern geschehen könnten - in der Zukunft vermieden werden.



    Mit Freundlichen Grüßen
    Tansalmania Trans OHG
    Christina Chroni

    Tel: 00 49 (0) 89 / 69 35 96 90
    Fax: 00 49 (0) 89 / 95 43 99 900
    Mobil: 00 49 (0) 171 / 1490818

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