Britische Königinnen
Frauenpower auf dem Thron: Elizabeth II. jagt Victorias Rekord

Zwei Frauen sind die Rekordhalter auf dem britischen Thron: Queen Victoria regierte bis zu ihrem Tod 1901 mehr als 63 Jahre lang. Elizabeth II. ist 60 Jahre im Amt. Doch das sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten.
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LondonDie Geschichte der britischen Monarchie ist 1000 Jahre alt. Manche Herrscher waren blutrünstig, manche trunksüchtig, einige auch sanft und edelmütig. Es sind ausgerechnet zwei Frauen, die auf dem britischen Thron am längsten durchgehalten haben. Elizabeth II., die am 6. Februar ihr diamantenes Thronjubiläum beging und es an diesem Wochenende groß mit Pomp und Circumstances feiern wird, hinkt noch um drei Jahre hinter ihrer Ururgroßmutter Queen Victoria her. Die Regentschaften der beiden Frauen weisen verblüffende Parallelen auf - jedoch auch erhebliche Gegensätze.

Schon bei der Thronbesteigung beginnen die Ähnlichkeiten. Victoria war nur Nummer fünf in der Thronfolge, rückte aber wie durch Zufall an die Spitze. Auch Elizabeth war für die Krone eigentlich nicht bestimmt. Erst der Verzicht ihres Onkels Edward VIII. wegen dessen Liebe zu der geschiedenen US-Schauspielerin Wallis Simpson brachte ihren Vater als George VI. auf den Thron und machte sie selbst zur Anwärterin. Nach dem Tod des Vaters wurde sie am 6. Februar 1952 zur Königin proklamiert. Am 2. Juni 1953 wurde sie in der Westminister Abbey - erstmals vor einem Millionen-TV-Publikum in aller Welt - gekrönt.

Queen Elizabeth II. ist im Alter von 86 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Popularität. 80 Prozent der Briten sind den neuesten Umfragen zufolge für die Monarchie. Ihr Jubiliäum zieht Touristen aus aller Welt nach London. Das Jubiläum wird als nationales Ereignis der Extraklasse gefeiert. Ganz London ist schon Tage vor den Feiern in ein Meer aus Union-Jack-Fahnen getaucht.

Der Altersbonus und vor allem ihre populären Enkel Harry und William mitsamt der Strahlkraft von dessen Ehefrau Kate haben sicher geholfen. Es ist aber vor allem die Würde der Königin, ihr Pflichtbewusstsein und die Kontinuität, die sie außergewöhnlich macht. „Ich glaube, die Menschen respektieren die Tatsache, dass sie Großbritannien in all der Zeit stets so bewundernswert repräsentiert hat“, sagt etwa der Historiker und Monarchie-Experte Hugo Vickers.

Anders als Victoria hat Elizabeth ihre deutschen Wurzeln stets unter den Teppich gekehrt. Victoria hatte ihren deutschen Mann Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha innig geliebt - viele Verfilmungen ihres Lebens dokumentieren dies. Gemeinsam mit ihm führte sie zahlreiche Neuerungen in Großbritannien ein, die aus Deutschland kamen - wie etwa den Christbaum. Aber auch die Architektur und Einrichtung des schottischen Landsitzes Balmoral erinnert an Alberts fränkische Heimat.

Schloss Rosenau, bei Coburg gelegen, bezeichnete Victoria in ihrem Tagebuch einst als ihren Lieblingsplatz. Elizabeth dagegen, 1926 geboren und vom Zweiten Weltkrieg geprägt, hat mit Deutschland nur wenig am Hut. Bereits 1917 hatte ihr Großvater Georg V. (1865-1936) den Familiennamen von Sachsen-Coburg in Windsor ändern lassen. Obwohl es auf ihrem Stammbaum vor Namen wie Coburg, Teck, Hessen und Kassel nur so wimmelt und auch ihr Mann Philip deutsche Wurzeln hat: Nur sechsmal in 60 Jahren besuchte die Queen Deutschland - von einigen Truppenbesuchen bei der Rheinarmee abgesehen.

Die Geschichte der britischen Monarchie ist 1000 Jahre alt. Manche Herrscher waren blutrünstig, manche trunksüchtig, einige auch sanft und edelmütig. Es sind ausgerechnet zwei Frauen, die auf dem britischen Thron am längsten durchgehalten haben. Elizabeth II., die am 6. Februar ihr diamantenes Thronjubiläum beging und es an diesem Wochenende groß mit Pomp und Circumstances feiern wird, hinkt noch um drei Jahre hinter ihrer Ururgroßmutter Queen Victoria her. Die Regentschaften der beiden Frauen weisen verblüffende Parallelen auf - jedoch auch erhebliche Gegensätze.

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Im Alter von 86 auf dem Höhepunkt ihrer Popularität

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Queen ist zum Vorbild geworden

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