Britisches Königshaus
Prinz Harry darf nicht in den Irak

Das Regiment des britischen Prinzen Harry soll noch im laufenden Monat zum Auslandseinsatz in den Irak aufbrechen – allerdings ohne den 22-Jährigen. Das Verteidigungsministerium in London hat im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Nun ist guter Rat teuer, denn nun fühlen sich jene veralbert, die im Irak dienen oder die dort Angehörige haben.

HB LONDON. Angehörige von im Irak gefallenen britischen Soldaten äußerten sich empört über die Entscheidung der Armeeführung, berichtete der Sender BBC. Einige Eltern forderten, Harry und sein Bruder Prinz William müssten die Armee verlassen, wenn für sie nicht dieselben Regeln wie für alle Soldaten gelten könnten. Das Massenblatt „Sun“ schrieb, Prinz Harrys Militärkarriere sei „ruiniert“.

Der Prinz hatte am Vortag erklären lassen, er akzeptiere die Entscheidung, nicht in den Irak geschickt zu werden, mit großem Bedauern. Er sei „sehr enttäuscht“, habe jedoch auch Verständnis dafür und wolle seine Offizierslaufbahn unbedingt fortsetzen.

Zuvor hatte der Armeechef, General Sir Richard Dannatt, erklärt, die Gefahr direkter terroristischer Angriffe auf den Prinzen sei im Irak einfach zu groß. Auch seine Kameraden würden dadurch einer erheblichen zusätzlich Gefährdung ausgesetzt. Er habe deshalb gegen den Willen des Prinzen entschieden, dass dieser nicht im Irak eingesetzt wird.

Prinz Harry wäre das erste Mitglied der Königsfamilie im einem Kampfeinsatz gewesen, seit sein Onkel Prinz Andrew 1982 im Falkland-Krieg gegen Argentinien kämpfte.

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