Britisches Königshaus
Prinz Harry hat eine neue Freundin

In einer außergewöhnlichen Mitteilung hat Prinz Harry seine Beziehung zu Meghan Markle bestätigt. Auch wenn die junge Liebe ein Grund zur Freude ist – der Anlass für den Gang an die Öffentlichkeit ist kein schöner.

LondonAls rassistisch und sexistisch hat der britische Prinz Harry Medienberichte über seine neue Freundin, die US-Schauspielerin Meghan Markle, gebrandmarkt. Er verstehe zwar, dass es ein großes öffentliches Interesse an seiner Person gebe, erklärte der 32-Jährige am Dienstag. In den vergangenen Wochen sei aber in seine Privatsphäre eingedrungen worden und Markles Sicherheit sei gefährdet, hieß es in einer vom Kensington-Palast veröffentlichten Erklärung. Harry hoffe, die Medien damit zum „Innehalten“ bewegen zu können.

„Prinz Harry ist über Frau Markles Sicherheit besorgt und zutiefst enttäuscht darüber, dass er nicht in der Lage war, sie zu beschützen“, heißt es darin. „Es ist nicht richtig, dass ein paar Monate in eine Beziehung hinein Frau Markle einem solchen Sturm ausgesetzt wird.“

Seit Wochen gibt es in einem Teil der Medien Klatsch und Gerüchte über eine Beziehung Harrys zu der drei Jahre älteren Markle. Der Prinz ließ erklären, dabei sei „eine Grenze überschritten“ worden. So habe die Zeitung „Daily Mail“ einen Artikel über die US-Schauspielerin mit der Überschrift „Die freche Geschiedene“ betitelt. Zudem habe ein Online-Artikel der Zeitung auf eine Porno-Webseite verlinkt, auf der Clips aus der Fernsehserie „Suits“ geteilt wurden. Markle ist über die Sendung bekannt geworden.

In einer anderen Zeitung wurde der historische Hintergrund des neuen Liebespaares beleuchtet: Während Harrys Vorfahren das britische Empire regiert hätten, hätten ihre in den Zeiten der Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten als Schneider, Lehrer und Reinigungskraft gearbeitet, hieß es darin.

Meghan Markle selbst hat ihren familiären Hintergrund bereits zum Thema gemacht und sich in einem Interview mit dem Magazin „Elle“ als „gemischt“ bezeichnet. Ihre Mutter ist Afroamerikanerin, der Vater Weißer.

In der Mitteilung des Kensington-Palastes hieß es, landesweit seien „Schmierereien“ veröffentlicht worden; in Kommentaren habe es rassistische Untertöne und „unverblümten Sexismus und Rassismus von Medien-Trollen und Web-Artikeln“ gegeben.

Einige Schreiber würden nun wohl sagen, dass dies der Preis sei, den Markle zu zahlen habe und „dass das alles zum Spiel gehört“. Harry sei aber entschieden anderer Auffassung. „Das ist kein Spiel - es ist ihr Leben und sein Leben.“

Der ungewöhnliche Gang an die Öffentlichkeit erinnert an Harrys Mutter, Prinzessin Diana. Diese war 1997 in einem Autounfall ums Leben gekommen, nachdem Paparazzi sie verfolgt hatten. Als Harrys Bruder William begann, mit Kate Middleton, seiner heutigen Ehefrau und Herzogin, auszugehen, schienen die Medienberichte darüber ebenfalls kein Ende zu nehmen. Die permanente Berichterstattung soll auch ein Grund dafür gewesen sein, warum die frühere Beziehung von Prinz Harry zur Schauspielerin Cressida Bonas scheiterte.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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