„Bürokratisches Problem“
Flugzeug mit US- Passagieren muss im Iran zwischenlanden

Ein Charterflugzeug der Isaf-Truppen wurde Opfer eines „bürokratischen Problems“. Die Maschine musste im Iran einen Zwischenstopp einlegen. US-Behörden beteuern: Der Iran habe die Maschine nicht zur Landung gezwungen.
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TeheranEin Charterflugzeug mit mehreren US-Passagieren an Bord hat im Iran einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen müssen. Behördenvertreter dementierten jedoch umgehend US-Medienberichte, wonach die Maschine mit rund hundert Insassen von der iranischen Luftwaffe zur Landung gedrängt worden sei: Es habe bloß eine Unstimmigkeit beim Flugplan gegeben, erklärte die iranische Flughafenaufsicht am Samstag. Auch das US-Außenministerium sprach von einem rein „bürokratischen Problem“.

Die Maschine war Verteidigungskreisen zufolge von der Nato-geführten Isaf-Militärmission in Afghanistan gechartert worden und befand sich auf dem Weg vom US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in das Emirat Dubai. Ob auch Armeeangehörige an Bord waren, blieb zunächst unklar. US-Regierungsvertreter bestätigten lediglich, dass neben mehreren Landsleuten auch Insassen anderer Nationalitäten an Bord waren, die für die US-Regierung arbeiteten.

Das Flugzeug musste auf Anweisung der iranischen Aufsichtsbehörden in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas zwischenlanden. Nach mehreren Stunden konnte die Maschine der Fluggesellschaft Fly Dubai ihre Reise fortsetzen und später in Dubai landen.

Die Fluginformationen seien falsch gewesen, sagte ein Vertreter der iranischen Flughafenaufsicht. „Um sicherzugehen, dass es kein Problem gibt, haben wir den Piloten zur Landung gebeten." Von US-Staatsbürgern an Bord der Maschine sei zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt gewesen. Die Flugdokumente seien anschließend überprüft worden, wobei der Pilot selbst Fehler eingeräumt habe.

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