Bukarest
Nachts, wenn das Monster leuchtet

Leben mit den monumentalen Überresten des real existierenden Sozialismus: In Bukarest ist sogar das Parlament in Ceausescus Bau eingezogen. Eine Ortsbesichtigung.

Da liegt der Gigant. Monster wird er in Bukarest genannt. Koloss, das Ding, der gebaute Wahnsinn. Er ist die Hinterlassenschaft Nicolae Ceausescus, des letzten rumänischen Staatsoberhaupts. Der Bau ist heute der Parlaments-Palast und ein monumentales, mehrstöckiges Gebäude, das zum Wahrzeichen der rumänischen Hauptstadt geworden ist.

Seit 1994 ist er auch ein internationales Kongresszentrum. Selbst die Bukarester, vor allem die jüngeren, haben mit dem riesigen Bauwerk Frieden geschlossen, das sich zum Touristen-Magneten entwickelt hat.

An Ceausescus Weltwunder, in Protz und Größe an Versailles erinnernd, kommt in der Hauptstadt Rumäniens niemand vorbei. Immer wieder schiebt sich der Palast ins Blickfeld wie ein Riese, der sich quer in die Stadt gelegt hat.

Wir nähern uns dem Riesen von der Prachtstraße Unirii (Einheit) her, die kerzengerade auf den Riesenklotz zuführt. Casa Poporului hieß der zu Ceausescus Zeiten, Haus des Volkes. Ceausescu selbst hat nie in dem Palast der Paläste gelebt und nie dort residiert. Am 22. Dezember 1989 wurde er durch einen Aufstand gestürzt und ein paar Tage später – nach einem Geheimprozess – gemeinsam mit seiner Frau Elena hingerichtet.

Nach fünf Kilometern öffnet sich der Boulevard Unirii zum Piata Constitutiei, dem Platz der Verfassung. Fotopause. „Das Ding kriegt man ja nicht drauf“, schimpft einer aus der Reisegruppe. Ohne extremen Weitwinkel ist dieses ausladende Volumen fotografisch gar nicht zu fassen.

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