Bundesbank
Chemie-Substanz verletzt Mitarbeiter

Die Bundesbank erhält Euro-Scheine auch von international tätigen Banken. Beim Öffnen eines Geldpaketes aus Marokko erlebten neun Mitarbeiter nun eine böse Überraschung: Sie wurden von austretenden Chemikalien verletzt.
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Villingen-SchwenningenNeun Mitarbeiter der Bundesbank sind am Dienstag in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) beim Öffnen von Geldpaketen aus Marokko verletzt worden. Eine zunächst unbekannte chemische Substanz löste bei den Mitarbeitern laut Polizei Reizhusten, tränende Augen, Schwindel und Kopfschmerzen aus. Die Mitarbeiter einer Außenstelle der Bank wurden vorsorglich im Krankenhaus behandelt, konnten aber am Nachmittag wieder nach Hause.

Die Feuerwehr geht laut einem Polizeisprecher davon aus, dass es sich bei der chemischen Substanz um Schädlingsbekämpfungsmittel handelt, die Mitarbeiter der marokkanischen Banken verwendet hätten. Messungen hätten ergeben, dass keine giftigen Stoffe ausgetreten seien. Die Feuerwehr verpackte die Geldbündel luftdicht, das Landeskriminalamt soll die Pakete nun umfassend untersuchen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Scheine verunreinigt wurden, um Menschen zu schaden, oder sich Fremde daran zu schaffen gemacht hätten, so der Sprecher.

Die Bundesbank erhält Euro-Scheine von international tätigen Banken, die unter anderem mit dem Euro als Bargeld handeln und ein Konto bei der Bundesbank haben. Hintergrund ist, dass der Euro international von Reisenden und Sparern genutzt wird.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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