Bundesbank-Mitarbeiter verletzt
Unfall bei Geldreinigung

Austretendes Gas hat am Montag acht Mitarbeiter der Bundesbank-Filiale in Hamburg verletzt. Sie hatten Beutel mit Münzen aus China geöffnet.

dpa HAMBURG. Beim Öffnen von Beuteln mit gereinigten D-Mark-Münzen aus China sind am Montag in Hamburg acht Bundesbank-Mitarbeiter durch austretendes Gas verletzt worden. Einer davon erlitt schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

"Sie haben Verletzungen der Atemwege", sagte Hamburgs Feuerwehrsprecher Peter Braun. Das Unglück geschah beim Öffnen von Geldbeuteln, die in einer Kiste aus China angeliefert worden waren. "Wir vermuten, dass an den Münzen noch nicht getrocknetes Reinigungsmittel haftete und es dadurch in den Beuteln zu einer Gasentwicklung gekommen ist", sagte der Sprecher.

Die Polizei sperrte die Filiale der Bundesbank in der Hamburger Innenstadt nach dem Unfall ab, konnte aber nach kurzer Zeit Entwarnung geben. Die 2002 vom Euro abgelöste D-Mark werde in einigen Ländern weiterhin als Tauschmittel geführt, sagte Bundesbank-Sprecher Jörn Eckhoff. Zudem sei die Währung als Reserve in Ländern mit hoher Inflation eingesetzt worden.

Seit der Euro-Einführung können D-Mark und Pfennige unbefristet und gebührenfrei bei der Bundesbank und ihren Niederlassungen umgetauscht werden. Nach früheren Informationen waren bis 2005 rund 45 Prozent der früher im Umlauf befindlichen Markstücke und Pfennige umgetauscht worden, während bis dahin fast alle Mark-Scheine in Euro gewechselt worden waren.

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