Buschbrände in Australien
Auswärtiges Amt schließt deutsche Opfer nicht aus

Eine ungewöhnliche Hitzewelle fegt über Australien und sorgt für verheerende Buschbrände. Drei Menschen sind bereits gestorben – möglicherweise auch Deutsche, wie das Auswärtige Amt mitteilt.

Sydney/BerlinNach verheerenden Buschbränden in Australien schließt das Auswärtige Amt weiterhin nicht aus, dass unter den Todesopfern Deutsche sein könnten. „Das deutsche Generalkonsulat in Sydney bemüht sich weiter mit Hochdruck um Aufklärung und steht in engem Kontakt mit den zuständigen australischen Behörden“, hieß es am Donnerstag in Berlin. „Wir müssen damit rechnen, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis wir vollständige Gewissheit haben.“

Die Buschbrände toben in der Nähe der Ortschaft Esperance an der Südküste Westaustraliens. Drei Ausländer kamen ums Leben. Die Zeitung „West Australian“ meldete am Donnerstag, dass eine Deutsche, eine Norwegerin und ein Brite gestorben seien. Zwischenzeitlich war über drei deutsche Opfer spekuliert worden. Die Polizei in Australien wollte sich erst äußern, wenn die Leichen identifiziert und die Angehörigen benachrichtigt sind.

Die Zeitung sprach mit der Frau, auf deren Farm die Ausländer gearbeitet hatten. Nach Angaben von Linda Campbell wollten sie ein Pferd wegen der nahenden Flammen von einer Koppel holen. Sie hätten das Tier in einen Anhänger geladen, der aber beim Wegfahren umkippte. Zudem seien sie in die falsche Richtung gefahren.

Die Buschbrände waren am Donnerstag noch nicht unter Kontrolle. Australien erlebt eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle. Auch an der Ostküste um Sydney werden in den kommenden Tagen mehr als 40 Grad erwartet. Die Südhalbkugel steuert auf den Sommer zu. Zu Buschbränden kommt es meist erst im Januar und Februar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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