Busunglück in Ungarn
Angehörige fliegen nach Ungarn

Nach dem Busunglück einer deutschen Reisegruppe am ungarischen Plattensee mit 33 Toten organisieren Behörden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein derzeit den Transport der Angehörigen nach Ungarn.

Reuters KIEL/BUDAPEST. „Der Flug wird von einem so genannten Kriseninterventionsteam der Nordelbischen Kirche begleitet“, teilte das schleswig-holsteinische Innenministerium am Freitag mit. Informationen zu Abflugort und -zeit werde es nicht geben. Einer der Passagiere des am Plattensee verunglückten Busses hat das Unglück anders als zunächst geglaubt überlebt. Damit betrage die Zahl der Toten 33, teilten die ungarischen Gesundheitsbehörden mit. In Siofok, dem Unglücksort, wurden am Freitag Angehörige der Opfer erwartet.

Vier der 36 deutschen Touristen in dem Bus werden noch in Krankenhäusern behandelt, ebenso der ungarische Reiseführer, der die Touristen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf ihrem Tagesausflug begleitete. Drei der Touristen und der Reiseführer liegen im Krankenhaus von Siofok, wie der stellvertretende Chef der dortigen Chirurgie, Jeno Toth, mitteilte. Ein vierter Tourist werde im benachbarten Szekesfehervar behandelt. Bei dem Zusammenstoß mit einem Reisezug war auch der deutsche Fahrer des Busses ums Leben gekommen.

Der Bus war am Donnerstag an einem unbeschrankten Bahnübergang von dem Zug erfasst, auseinander gerissen und teilweise mitgeschleift worden. Für fast alle der zumeist älteren Passagiere kam jede Hilfe zu spät. Die Zugreisenden kamen mit dem Schrecken davon. Das Busunglück war den Worten des ungarischen Ministerpräsidenten Peter Medgyessy eines der schwersten in der Geschichte des Landes.

Siofok liegt rund 100 Kilometer südwestlich der ungarischen Hauptstadt Budapest am Südufer des Plattensees, einem der größten Tourismusgebiete Ungarns. Im Juli vergangenen Jahres waren in der gleichen Region bei einem Busunglück 19 polnische Wallfahrer ums Leben gekommen.

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