Buswerbung
Spanierinnen ärgern sich über Bordell-Reklame

Monatelang störte es niemanden - doch auf einmal ärgerten sich Frauengruppen im spanischen Valencia über eine bestimmte Buswerbung. Dort wurde für Bordelle und Internetseiten mit käuflichem Sex geworben.
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ValenciaBordellreklame auf Linienbussen ärgert Frauen in der ostspanischen Hafenstadt Valencia. Frauengruppen äußerten sich empört und forderten, die Werbung für käuflichen Sex von den Fahrzeugen zu entfernen. Die Abgeordnete Esther López Barceló von der Vereinten Linken hielt den Busbetreibern am Mittwoch vor, mit den Anzeigen die sexuelle Ausbeutung der Frau zufördern. Sie kündigte an, die Sache vor das Parlament der Region Valencia zu bringen.

Die regionale Verkehrsministerin Isabel Bonig erklärte, sie halte die Reklame für „unmoralisch“. Sie wies aber darauf hin, dass man Werbeverträge nicht einfach rückgängig machen könne. Wenige Stunden später entschloss sich die Regionalregierung dann aber doch einzugreifen. Sie ordnete an, dass die Sex-Werbung innerhalb von drei Tagen von den Bussen verschwinden müsse.

Eigenartigerweise hatte in Valencia monatelang niemand an der Reklame Anstoß genommen. Einige Busse trugen die Werbung für Bordelle und für Internetseiten mit käuflichem Sex bereits seit April. Erst als die Madrider Zeitung „Público“ jüngst Fotos von Bussen mit Sex-Reklame veröffentlichte, wurden Proteste gegen die Werbung laut.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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