Cargolifter-Halle verkauft
Regenwald statt Luftschiffe

In der Werfthalle des insolventen Luftschiff-Entwickler Cargolifter soll der weltweit größte überdachte Regenwald entstehen. Ein Konsortium aus Großbritannien und Malaysia wird 120 Millionen Euro investieren.

dpa POTSDAM. Die Werfthalle des insolventen Luftschiff- Entwicklers Cargolifter im brandenburgischen Brand ist an ein Konsortium aus Großbritannien und Malaysia verkauft worden. Der Vertrag sei bereits am Donnerstag unterzeichnet worden, bestätigte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning am Samstag. Der Kaufpreis für Halle und Gelände betrug rund 20 Millionen Euro. Die Investoren wollen 120 Millionen Euro investieren, um auf dem ehemaligen Militärgelände den weltweit größten überdachten Regenwald zu errichten.

Als Käufer trat das Unternehmen Tropical Island auf, eine Tochtergesellschaft der Tanjong plc (Kuala Lumpur/London) und der Au Investment (Singapur). In der Endstufe werden nach Mönnings Angaben mehr als 1000 Mitarbeiter in dem Projekt Tropical Island beschäftigt sein, die in erster Linie aus der Region kommen sollen. Die Planung der Investoren sehe vor, das Regenwald- Resort am 03. Oktober 2004 zu eröffnen.

In der einzigartigen Werfthalle - der größten freitragenden Halle der Welt - sollten eigentlich Transport-Luftschiffe gebaut werden. Nach der Cargolifter-Insolvenz wurden die Pläne jedoch hinfällig. Die Aktionärs-Initiative Zukunft in Brand kündigte an, den „widerrechtlichen Zugriff auf das Eigentum der Aktionäre“ vor Gericht rückgängig machen zu wollen. Nach der Baugenehmigung wollen die Investoren im Januar 2004 mit dem Umbau der mehr als 100 Meter hohen, 360 Meter langen und 210 Meter breiten Halle beginnen.

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