Chaos im Osten der USA und Kanadas
New York ohne Strom - Chaos auf den Straßen

Ein Defekt in einem Kraftwerk in New York hat am Donnerstag Stromausfälle und chaotische Zustände im Nordosten der USA und in Teilen Kanadas ausgelöst. Die US-Regierung teilte mit, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Stromausfälle das Werk von Terroristen seien.

Reuters NEW YORK/KANADA. Betroffen waren unter anderem die US-Großstädte New York, Detroit und Cleveland sowie Ottawa und Toronto in Kanada. U-Bahn und Züge blieben stecken, der Autoverkehr kam zum Erliegen.

Ein Ausfall in einem Werk der Consolidated Edison in Manhattan habe einen Dominoeffekt im Stromnetz ausgelöst, teilte die US-Energiebehörde mit. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte im Fernsehsender CNN, der Stromausfall habe vermutlich eine natürliche Ursache.

„Es kann bis in den Abend dauern, bis wir wieder Strom haben“, sagte Bloomberg. Der Rauch über dem Consolidated-Edison-Kraftwerk gehe auf eine automatische Abschaltung zurück und nicht auf ein Feuer, wie zuvor in Medien berichtet worden war. „Ich kann 100-prozentig sagen, dass es derzeit keinen Hinweis auf irgendeinen Terroranschlag gibt“, sagte Bloomberg.

Ein Sprecher des US-Bundesstaates New York sagte in CNN, das Niagara-Mohawk-Stromnetz sei überlastet und habe einen massiven Stromausfall ausgelöst. Ein Sprecher des Ministeriums für Heimatschutz sagte, die Ursache für die Stromausfälle sei nicht bekannt, Ermittlungen seien aufgenommen worden.

Flüge nach New York wegen Stromausfällen gestrichen

Alle Flüge zu den drei großen New Yorker Flughäfen sind am Donnerstag wegen der massiven Stromausfälle im Nordosten der USA und in Teilen Kanadas am Donnerstag gestrichen worden. Betroffen seien auch Cleveland im Bundesstaat Ohio sowie die kanadischen Großstädte Toronto und Ottawa, teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA mit.

Flugzeuge, die bereits in der Luft seien und diese Städte ansteuerten, dürften noch landen oder würden umgeleitet. Noch nicht gestartete Maschinen in diese Städte müssten am Boden bleiben. Die FAA teilte weiter mit, die Kontrollzentren und -türme auf den Flughäfen in New York und anderen von Stromausfällen betroffenen amerikanischen Städten arbeiteten mit Notstromaggregaten. Der Flugbetrieb verlaufe normal.

Zahlungsverkehr vom Stromausfall nicht betroffen

Das elektronische Zahlungsverkehrssystem in den USA ist nach Angaben der US-Notenbank vom Stromausfall im Nordosten des Landes nicht betroffen. Die Zahlungsströme über das System Fedwire liefen normal, sagte eine Sprecherin der Federal Reserve Bank of New York, Linda Ricci, am Donnerstag. Durch das System werden täglich Zahlungen zwischen Banken und Unternehmen über 1,6 Billionen Dollar abgewickelt. Sie könne nicht sagen, ob die Geschäftsbanken während des Stromausfalls arbeiteten, sagte Ricci. Die meisten Institute verfügten allerdings über Notstromanlagen, fügte sie hinzu.

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