Charlie Hebdo

Satirezeitschrift bekommt Preis für Meinungsfreiheit

Das Pen American Center hat „Charlie Hebdo“ mit einem literarischen Preis geehrt. Der Verleihung fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zuvor gab es eine emotionale Debatte über die Satirezeitschrift.
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Charlie Hebdo bekommt Auszeichnung für Meinungsfreiheit

New YorkDie französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat vier Monate nach dem Terroranschlag auf ihre Pariser Redaktion eine literarische Auszeichnung für die Meinungsfreiheit bekommen. Der Preis wurde am Dienstagabend vom PEN American Center verliehen.

Vertreter von „Charlie Hebdo“ erhielten bei der Preisvergabe Standing Ovations. Die Gala im American Museum of Natural History in New York fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

„Sei vorsichtig, sie haben Stifte!“
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Der Preisverleihung war eine emotionale Debatte darüber vorausgegangen, ob „Charlie Hebdo“ die Ehrung verdiene. Ebenso namhaft wie die Teilnehmer an der Preisverleihung - unter anderem die Schriftsteller Salman Rushdie und Neil Gaiman - waren die Persönlichkeiten, die der Veranstaltung fernblieben.

Die Autoren Michael Ondaatje und Peter Carey verzichteten auf die Teilnahme, weil sie Einwände gegen die in ihren Augen beleidigenden Karikaturen von Muslimen in der Zeitschrift hatten.

„Wir werden die Angreifer so lange jagen wie nötig“
huGO-BildID: 41020112 French soldiers patrol in front of the Eiffel Tower on January 7, 2015 in Paris as the capital was placed under the highest ale
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Nach dem Anschlag auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ ist im Großraum Paris die höchste Terrorstufe ausgerufen worden. Die Täter, die nach dem Anschlag „Wir haben den Propheten gerächt“ und „Allah ist groß“ riefen, befanden sich weiter auf der Flucht.

huGO-BildID: 41022490 A woman holds up a placard that reads in French, "I am Charlie" as she and others gather at the Place de la Republiqu
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Zehntausende Twitterer bekundeten auf dem Kurznachrichtendienst ihre Solidarität mit den Opfern etwa unter dem Stichwort (Hashtag) #CharlieHebdo oder #Hebdo. Manche teilten lediglich drei Worte in großen Lettern: „Je Suis Charlie“ (Ich bin Charlie). Auch in Paris kam es zu Solidaritätsbekundungen.

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Ein Attentat sorgt in Frankreich und Europa für Entsetzen: Mehrere Täter haben in Paris Mitarbeiter der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ermordet. Auf diesem Bild sind die Rettungskräfte bereits am Tatort eingetroffen.

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Das Satiremagazin wurde durch die Veröffentlichung der sogenannten „Mohammed-Karikaturen“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Bei dem Anschlag soll es mindestens zwölf Tote gegeben haben.

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Ein Projektil hat dieses Fenster der Redaktionsräume durchbohrt. Das Gebäude liegt im Zentrum der französischen Hauptstadt.

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Rettungskräfte helfen einem offensichtlich schwer verletzten Mann.

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Inzwischen wurde eine erste Aufnahme der mutmaßlichen Täter veröffentlicht, die sich offenbar ihren Weg freischossen. Im Hintergrund ist ein Polizeifahrzeug zu sehen.

  • ap
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