Chemikalien
Gift in Baby-Wickelunterlagen

Vor giftigen Chemikalien in Baby-Wickelunterlagen warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).„Öko-Test“ hat die insgesamt 20 Produkte beispielsweise auf die Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Benzylbutylphthalat (BBP) testen lassen.

HB BERLIN/FRANKFURT. Das Ergebnis sei „Besorgnis erregend“, urteilte der BUND am Montag in Berlin. Die chemischen Gifte könnten durch Öle und Fette auf der Babyhaut aus den Auflagen gesogen werden und so in den Körper gelangen. Die gefundenen Chemikalien wie zinnorganische und phosphororganische Verbindungen stehen nach BUND-Angaben im Verdacht, Krebs oder Fortpflanzungsschäden auszulösen. Sie könnten auch das Immun- und Hormonsystem des Körpers beeinträchtigen.

„Öko-Test“ hat die insgesamt 20 Produkte beispielsweise auf die Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Benzylbutylphthalat (BBP) testen lassen. Die EU-Grenzwerte für die Chemikalien lägen bei 1 000 Milligramm pro Kilogramm, sagte „Öko- Test“-Autor Erhard Lachmann. „Wir haben in acht Produkten aber Werte bis zu 60 000 Milligramm pro Kilogramm gefunden“, ergänzte er. Nach EU-Recht müssten die Hersteller die Grenzwerte seit Mitte 2005 einhalten. In nationales Rechts sei die Vorschrift noch nicht umgesetzt. Bis Januar 2007 müsse sie aber auch in Deutschland gelten.

An den Verpackungen können Eltern die gesundheitsgefährdenden Substanzen nicht ablesen, erläuterte Lachmann. Es sei daher ratsam, einen Verkäufer zu fragen, ob das Produkt etwa DEHP enthalte. Dass es schadstoffarme Auflagen gibt, hat der Test auch bewiesen. 10 der 20 untersuchten Wickelmatten erhielten die Note „gut“ oder „sehr gut“.

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