China evakuiert über 600 000 Menschen
„Emily“ fegt über Yucatan hinweg

Der Hurrikan „Emily“ ist in der Nacht zu Montag mit voller Wucht auf die Küste der mexikanischen Halbinsel Yukatan geprallt. Mittlerweile zählt Mexiko schon mindestens acht Sturm-Tote, darunter auch einen Deutschen. Am anderen Ende der Welt bereitet sich derweil China auf das Eintreffen von „Haitang“ vor, der in der Nacht in Taiwan wütete und dort Chaos anrichtete.

HB MEXIKO-STADT. Der Deutsche starb bei dem Versuch, Hab und Gut vor dem heran nahenden Hurrikan zu schützen. Der Mann, ein Tauchlehrer in Playa del Carmen, erlitt schon am Samstag einen tödlichen Stromschlag, wie der deutsche Honorarkonsul in Cancún, Rudolf Bittorf, am Montag berichtete. Er habe während der Schutzarbeiten beim Bohren eine Stromleitung getroffen. Damit sind kurz vor dem Sturm in Mexiko bereits drei Menschen getötet worden; insgesamt stieg die Sturm-Totenzahl in der Region auf acht.

Ebenfalls am Samstag war die zweiköpfige Besatzung eines Hubschraubers bei Evakuierungsmaßnahmen beim Anflug auf eine Ölplattform im Golf von Mexiko ums Leben gekommen. Außerdem starben ein Mensch in Grenada und vier in Jamaica.

Die mexikanische Regierung hatte aber noch keine abschließenden Berichte über die Gesamtschäden, die der Hurrikan in der Nacht zum Montag angerichtet hat. Tote durch unmittelbare Einwirkung des Wirbelsturmes wurden ihr bisher nicht gemeldet. Präsident Vicente Fox wollte im Laufe des Tages nach Yukatan fliegen. Der Sturm der zweithöchsten Kategorie hatte südlich von Cancún Geschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometer erreicht.

Deutsche Urlauber kamen durch den Hurrikan nach Informationen des Reisekonzerns Tui nicht zu Schaden. Ein Tui-Sprecher sagte am Montag in Hannover: „Von uns sind keine Gäste verletzt worden, und auch von anderen Veranstaltern sind uns keine Personenschäden bekannt.“ Die Hotels seien offenbar nicht stärker in Mitleidenschaft gezogen worden. „Die Gäste sind jetzt aus den Schutzräumen gekommen, und wir gehen davon aus, dass wir dort in Kürze wieder normalen Urlaubsverkehr haben."

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