China
Journalist von Polizisten zu Tode geprügelt

Mehr als drei Monate nach einem Überfall von Polizisten ist der Zeitungsredakteur einer chinesischen Regionalzeitung gestorben. Der Journalist Wu Xianghu wurde im Oktober von etwa 50 Polizisten zusammengeschlagen. Der Grund: Xianghu hatte über korrupte Ordnungshüter berichtet.

HB SCHANGHAI. Seitdem sei Wu im Krankenhaus behandelt worden, sagte einer seiner Kollegen bei der in der Stadt Taizhou erscheinenden Zeitung. Er starb nach Angaben des Redakteurs am vergangenen Donnerstag an Leber- und Nierenversagen. Die Zeitung in der ostchinesischen Provinz Zhejiang hatte am 19. Oktober einen kritischen Bericht veröffentlicht, der Polizisten vorwarf, illegale Gebühren für die Registrierung motorisierter Fahrräder zu erheben.

Nach dem Überfall am Tag darauf wurde Wu mit einem Polizeifahrzeug weggebracht. Die ihm zugefügten Verletzungen verschlimmerten nach Angaben von Journalisten und Menschenrechtlern eine bereits vorhandene Lebererkrankung. Wus Tod sei „ein grausamer Beleg für die neuen Gefahren, denen sich chinesische Journalisten ausgesetzt sehen“, erklärte die Vorsitzende des Komitees zum Schutz vofn Journalisten (CPJ), Ann Cooper.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%