China nach dem Erdbeben
Behörden lassen Wasser aus Erdbeben-See ab

Chinesische Rettungskräfte haben am Samstag Wasser aus einem nach dem Erdbeben in Südwestchina entstandenen Stausee abgelassen. Den mehr als eine Million gefährdeten Anwohnern unterhalb des Sees drohte offiziellen Angaben zufolge vorerst keine gefährliche Flutwelle mehr. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

dpa PEKING. Aus Angst vor einem Dammbruch waren bereits 250 000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Sollte der durch das Beben am 12. Mai aufgeschüttete Erdwall aber nachgeben, müssten zusätzlich mehr als 1,2 Millionen Menschen an höher gelegene Orte gebracht werden.

In absehbarer Zeit werde der Damm nicht brechen, erklärte Fan Xiaoguang, Vize-Kommandeur der Volksbefreiungsarmee aus der Provinzhauptstadt Chengdu, nachdem das Ablaufen des Wassers begonnen hatte. "Der Damm ist nun sicher", sagte auch Rao Xiping vom Wasseramt in Beichuan. Jedoch steige immer noch der Pegel des Sees in Tangjiashan, da dort das Wasser nicht so schnell abfließe wie erhofft. Die Rettungsmannschaften seien deshalb damit beschäftigt, den vor einer Woche fertiggestellten Kanal zu erweitern und graben außerdem einen zweiten Abfluss.

Die Zahl der Toten durch das Erdbeben der Stärke acht ist bis Samstag auf offiziell 69 134 gestiegen, 17 681 Menschen wurden noch vermisst.

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